Donnerstag, 2. Oktober 2014

Flavia de Luce: Vorhang auf für eine Leiche

Autor: Alan Bradley
Seiten: 320
Verlag: penhaligon (Hardcover)
ISBN: 978-3-7645-3098-3

Worum geht's?

Flavia de Luce und ihre Familie stehen kurz vor dem finanziellen Ruin. Da tut sich plötzlich eine unverhoffte Geldquelle auf: Eine Filmcrew will ihren Familiensitz für Dreharbeiten nutzen. Vom Glamour angelockt, strömen Schaulustige nach Buckshaw, um den Star des Ensembles zu sehen, die berühmte Diva Phillys Wyvern. Doch der Abend nimmt eine schreckliche Wendung: Eine Leiche wird gefunden – erdrosselt mit einem Filmstreifen. Zu allem Überfluss ist Buckshaw durch einen tosenden Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Der findigen Hobbydetektivin Flavia ist klar: Der Täter muss sich unter den Gästen befinden. Unverzüglich beginnt sie mit ihren Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des skrupellosen Mörders …

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Wer ist der Autor?

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

Weitere Informationen unter www.flavia-de-luce.de und www.flaviadeluce.com

Quelle

Wie fand ich es?

Mein Oktober begann schon mal richtig positiv mit diesem Buch. Flavias neuestes Abenteuer ist auf alle Fälle ganz anders, als die bisherigen. Warum? Es gab wirklich relativ wenig Fall, zumindest spürte ich sehr wenig davon, zum großen Teil ging es um Flavia, ihre Familie und die Hintergründe. Für mich ist das auf alle Fälle als großes Plus zu sehen. Ich hatte das Gefühl, dass die Charaktere mehr Tiefe bekamen und ich habe diesen Teil der Reihe noch mehr genossen als die bisherigen, und die waren ja schon großartig. Alan Bradley schafft es meisterhaft, was vielen alltäglich scheint - wie die Zwiste einer Familie und ihre Geldnöte, die Zankereien unter Schauspielern und vieles mehr - neu zu erfinden und zu einer wahrhaft unterhaltsamen Geschichte zu machen.

Schön war auch, alte Charaktere wieder zu treffen. Zum Beispiel Nialla aus Band 2, oder die kratzbürstige Tante Felicity aus demselben Buch. Schön, dass sie dauerhaft in der Geschichte sind und nicht nur mal eben so vorkommen, bevor sie wieder Platz für andere, ähnliche machen.
Der Fall war, so wenig Platz er für mich spürbar einnahm, wieder interessant. Hinten auf der Rückseite des Buchs steht unter anderem „Ein filmreifer Mord“, das kann ich nur bestätigen! Man bekommt, wie allgemein bei dieser Reihe, kein James-Bond-Debakel mit Adrenalinkick und so weiter. Nein, man bekommt etwas meiner Ansicht nach viel Besseres - eine gut durchdachte Geschichte mit einer wundervollen Botschaft, die man aber nicht erkennt, wenn man nur den Text sieht, nicht was er meinen soll.

Alles in allem kann ich dem Autor zu seinem Werk wieder nur gratulieren. Diese Reihe sollte definitiv mehr Fans bekommen, sie wird immer und immer besser, und auch am Anfang war sie schon absolut genial und interessant. Ich würde dieses Buch immer wieder lesen, und immer wieder dabei lachen und weinen und mit Flavia mitdenken, miträtseln und mitfühlen.

 Sterne

Hier gibt es leider nicht mehr so einen schönen Buchtrailer, zumindest habe ich keinen gefunden.
Geht es euch anders? Schreibt mir doch.

Danke noch einmal für das Rezensionsexemplar an die Verlagsgruppe Random House!

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