Freitag, 21. November 2014

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

AutorIn: John Green
Seiten: 288
Verlag: Hanser (dtv)
ISBN: 978-3-446-24009-4

Worum geht's?

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

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Wer ist der Autor?

John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt Eine wie Alaska (2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darauf folgtendie Jugendromane Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen) (2008) und Margos Spuren (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. In der Presse wurde Green damals mit Philip Roth und John Updike verglichen. Greens jüngster Jugendroman Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2012) ist ein weltweiter Bestseller, der in 40 Sprachen übersetzt und verfilmt wurde. Auch in Deutschland stand der Titel über ein Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste, wurde u.a. mit dem Buxtehuder Bullen und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 (Preis der Jugendjury) ausgezeichnet. Mit seinem Bruder Hank betreibt John Green einen der weltweit erfolgreichsten Video-Blogs, die Vlogbrothers. Rund 2 Millionen Leser folgen ihm auf Twitter. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Indianapolis.  

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Wie fand ich es?

Es ist wirklich schwierig, stelle ich gerade fest, eine Rezension zu einem so gehypten Buch zu schreiben, zu dem es schon etwa zehntausend Rezensionen gibt in denen "Juhu, es ist so cool" geschrien wird. Da ich genau diese Meinung auf vertrete, was soll ich noch groß schreiben? Naja, ich versuch es jetzt einfach mal, weil ich das Buch vergangenen Monat ein zweites Mal gelesen habe.

Hazel finde ich persönlich einfach toll. Sie ist stark, und einfach authentisch und freundlich. Ihre Krankheit und das Bewusstsein des Todes... ich kann mir glücklicherweise nur vorstellen, wie schlimm das sein muss, aber sie ist trotzdem nicht in ihrem Kummer ertrunken, sondern hat versucht sich für die Menschen die sie liebt nicht gehen zu lassen, wofür ich sie bewundert habe.
Augustus mochte ich ebenfalls. Er ist einfach... anders gewesen und war sich dessen so bewusst, trotz seiner Krankheit hat er aus diesem Wissen Mut geschöpft. Er machte nicht immer alles richtig, aber ich habe mit ihm wie mit Hazel gelitten.
Ihre Liebesgeschichte war eine der wenigen die mich echt berühren konnte, weil ich richtig gespürt habe, wie viel Herz dahinter steckt, wie viel Trauer und wie viel Glück. Es ist einfach unbeschreiblich schön gewesen, mit den beiden zusammen ihre kleine Unendlichkeit zu erleben.

Wieder ist mir bei diesem Buch das eine passiert, das mir irgendwie immer passiert. Keine Ahnung warum, aber - mein Lieblingscharakter war weder Hazel noch Augustus, nicht mal Isaac. Nein, es war Peter van Houten.
Ja, jetzt kommt das große "WAS? Wieso sowas?" Das ist relativ kompliziert zu erklären. Ich habe keinen Schimmer wieso, aber Typen wie ihn finde ich einfach genial. Menschen die eigentlich längst gebrochen sind, trotzdem noch nicht ganz aufgegeben haben. Häufig mal betrunkene, harsche und komplizierte Typen. Ich mag sie einfach. Solche Figuren sind meine stillen kleinen Helden eines jeden Buchs und so war es auch bei "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Es hat die Handlung einfach gut abgerundet.

Ich habe bei diesem Buch geweint, und das ist etwas besonderes. Es gibt nur wenige Bücher/Buchreihen, die mich wirklich zum Weinen gebracht haben. Dazu gehören die Callie & Kayden Bücher von Jessica Sorensen, die Bartimäus Romane von Jonathan Stroud, Skulduggery Pleasant von Derek Landy, Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes. Es gibt noch mehr, aber ich will euch ja nicht langweilen. Vielleicht mache ich mal ne Liste wenn ihr mögt :)
Das Ende kam für mich... unerwartet. Naja, kann man bei den letzten etwa 100 bis 150 Seiten vom "Ende" sprechen? Sagen wir mal, der zweite Teil kam unerwartet und hat mich wie der Rest wirklich berührt. Die Auflösung war schlüssig, und für mich wird das Buch dank ihr immer eins bleiben - ein Hoffnungsschimmer. Natürlich, es ist nicht alles gut und schön, nein, bei weitem nicht. Darum geht es aber auch. Nur aus Dunkelheit entsteht Licht. Wer niemals getrauert hat, kann auch niemals wirklich Freude spüren. Wer nie Hass gelernt hat, erfährt nie wie befreiend Liebe sein kann. Und deshalb finde ich, sollte jeder dieses Buch lesen. Ich hoffe ihr versteht was ich meine und ich konnte euch begreiflich machen, warum dieser Roman von mir fünf Sterne bekommt.

  Sterne

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezi! :)
    Skulduggery Pleasant ist eines meiner Lieblingsbücher...
    Ich könnte bei diesem Buch deshalb heulen, weil es so perfekt ist!
    Liebe Grüße
    Anna
    http://bookbrownie.blogspot.de/

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