Samstag, 13. Dezember 2014

October Daye: Winterfluch

AutorIn: Seanan McGuire
Seiten:432
Verlag: LYX
ISBN: 978-3-8025-8829-7

Worum geht's?

October Daye ist halb Mensch, halb Fee. Sie hat sich vom Volk der Feen abgewandt, um ein Dasein als normaler Mensch zu führen. Doch dann wird eine mächtige Fee, die Gräfin Evening Winterrose, ermordet, und Tobys Leben gerät aus den Fugen. Vor ihrem Tod hat die Gräfin October mit einem Fluch belegt, der sie dazu zwingt, ihren Mörder zu finden. Dazu muss sie jedoch in die Welt der Feen zurückkehren.

Quelle

Wer ist die Autorin?

Seanan McGuire wurde in Martinez, Kalifornien, geboren. Winterfluch ist ihr erster Roman. Neben ihrer Karriere als Schriftstellerin verfolgt sie eine Reihe von Hobbys, zeichnet gern Comics und schreibt Songs. Gegenwärtig lebt sie mit ihren Katzen in einem alten Farmhaus in Nordkalifornien.

Weitere Informationen unter: www.seananmcguire.com

Quelle

Wie fand ich es?

Das Buch war wirklich... überraschend gut. Ich hatte mir von der Geschichte nichts bemerkenswertes erhofft, aber als Band 1 und 2 mal günstig herumlagen dachte ich mir, allein wegen der wunderschönen Innen- und Außenaufmachung würde es das wert sein. Und der Inhalt ist ebenfalls wundervoll!

Fangen wir mit October an - der Einfachheit wegen werde ich einfach bei Toby verbleiben, was auch ihr Spitzname im Buch ist. Sie ist eine wirklich schwer gebeutelte junge Frau, die schon immer hart für das arbeiten und leiden musste, zu überleben. Das hat sie einfach unglaublich stark gemacht, was sie für mich sehr sympathisch erschienen ließ. Sie hatte was im Kopf, war aber auch kein Supergirl und machte mal Fehler.
Auch die anderen Charaktere mochte ich. Sie blieben alle noch mehr oder weniger im Dunkeln, aber ich finde es klasse, dass unklar bleibt, wer eigentlich gut und böse ist. Jeder ist eigentlich mehr eine Grauzone, was das Buch für mich realistischer und authentischer machte.

Die Handlung an sich war an keiner Stelle langweilig, allerdings auch nicht immer auf Hochspannung geschaltet, sodass man erst einmal in die Geschichte und das San Francisco der Feenwelt hineinfinden konnte. Diese fand ich übrigens sehr gut gestaltet.

Erst schwankte ich bei meiner Bewertung zwischen 4 und 5 Sternen, aber das Ende hat es für mich noch rausgerissen. Es ist unbedingt erwähnenswert, weil es einfach die unzähligen positiven Aspekte des Buchs nochmals unterstreicht. Herzerwärmend und traurig zeigt es wie hart das Leben einfach sein kann und das es nicht immer ein Happy End gibt. Ich will nichts vorweg nehmen, lest es einfach selbst. Ich bin sicher, es könnte euch auch überzeugen. Allgemein finde ich es schade, dass die Reihe so wenig Aufmerksamkeit bekommt und ja nach Band 3 auch nicht weiter übersetzt wird. Ich finde, dass wäre sie wirklich wert.

 Sterne

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen