Mittwoch, 31. Dezember 2014

Was ich dich träumen lasse

AutorIn: Franziska Moll
Seiten: 256
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7845-2

Worum geht's?

Ich hätte nichts dagegen, immer mit dir alleine zu sein.
Wir würden uns auf die Nerven gehen. Stell dir vor, du wärst die einzige, der ich Witze erzählen könnte. Du würdest sie alle abkriegen.
Das wäre mir egal. Wenn nur wir auf der Welt wären, wäre alles einfacher. Überschaubarer. Du reichst mir.


Elena hat ihr Glück gefunden – mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereithält, und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe.
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Wer ist die AutorIn?

Franziska Moll lebt mit ihren Zwillingsmädchen in einem kleinen idyllischen Dorf in der Nähe von Köln. Nachdem sie schon mit drogenabhängigen Jugendlichen gearbeitet hatte, entdeckte sie das Schreiben für sich, lernte an der Internationalen Filmschule alles, was sie für ein gutes Drehbuch wissen musste und entwickelte Sitcoms und Filmideen. Doch erst, als sie sich entschloss, nur noch Romane zu verfassen, hatte sie endlich ihren absoluten Traumberuf gefunden. Eigene Verluste inspirierten und bestärkten sie in der Hoffnung, dass aus jedem Schicksalsschlag auch etwas Gutes entstehen kann.

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Wie fand ich es?

Zuerst dachte ich ganz ehrlich nicht, dass mir dieses Buch überhaupt gefallen könnte. Es begann irgendwie.... holprig. Ich kam nicht in die Geschichte und dachte - na gut, eben erstmal nichts, offenbar nicht mein Ding. Damit stellte ich das Buch zurück ins Regal, spielte sogar mit dem Gedanken, es zu verschenken ohne es je fertig gelesen zu haben. Zum Glück habe ich das Buch mit auf die Reise zu meinen Großeltern zu Weihnachten genommen. Und da habe ich noch einmal völlig neu mit dem Buch angefangen und was soll ich sagen - I love it!

Elena ist wirklich nicht unbedingt Everybody's Darling, aber ich mochte sie. Und Rico muss ja sogar ich einfach gern haben! Er ist ein Träumer, ein Optimist, ein Sternegucker und einfach ein Typ, den man nur lieben kann, zumindest sehe ich das so, die ja normaler Weise eigentlich nicht so diesen Typ mag.
Auch Tim, den jungen Pfleger der ihr hilft, mochte ich von Anfang an. Er ist vielleicht wirklich ein Arschloch und er ist nicht unbedingt taktvoll, aber er ist ehrlich und eigentlich ein wirklich toller Mensch, bei dem man stolz sein kann, ihn seinen Freund nennen zu dürfen.

Der Schreibstil war mal etwas ganz neues und ungewöhnliches, was mich auf der ersten Blick abgeschreckt hat, aber dann das wundervollste am ganzen Buch war. Ich wurde richtig in das Buch hineingezogen und mitgerissen, die vielen Rückblicke haben der Spannung finde ich auch nicht geschadet. Denn dieses Buch lebt nicht von großen Spannungsmomenten sondern von den Gefühlen - Elenas vor allem, aber auch denen von Ricos Eltern, seiner Schwester, ja auch Elenas Mutter, die alle mit dieser Situation umgehen müssen, in der ich wahrlich nicht stecken will.

Was soll ich noch sagen - es war ein unglaublich berührendes, trauriges Buch, dass ich bedenkenlos an jene empfehlen kann, die sich nicht sofort davon abschrecken lassen, dass der Schreibstil nicht 0815 ist. Es ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte gewesen, die nicht nur rosarot war und ihre Eigenarten hatte, die mich aber fesseln konnte. Ich habe mir so sehr ein Happy End für Elena und Rico gewünscht, sie als Paar und auch einzeln so lieb gewonnen... nun ja. Nicht uneingeschränkte, dafür aber umso herzlichere Empfehlung.

Ich freue mich schon sehr auf Franziska Molls nächsten Roman "Egal wohin" der am 09.03.2015 erscheinen wird. In diesem Buch soll es wohl nicht um eine Liebes- sondern vordergründig um eine Freundschaftsgeschichte gehen, was mir den Roman noch sympathischer macht :)

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