Samstag, 28. Februar 2015

[TAG] Creatures of the Night

Vor langer, langer Zeit, da.... taggte mich jemand (ich glaube es war Sophia). :) Jedenfalls dachte ich mir, ich arbeite ganz schnell noch im Februar wenigstens die TAGs ab (ich hoffe sehr, dass ich den zweiten Ausstehenden heute auch noch schaffe). Dann mal frisch ans Werk ohne langes Drumherumgerede.

1 VAMPIRE

Da fallen mir sogar mehrere Buchreihen ein. Einmal "Vampire Academy" von Richelle Mead, welche mir total gefallen hat und die mit einer interessanten Umsetzung des Themas Vampir und einer sympathischen Protagonistin aufwarten konnte.
Zweitens, keine große Überraschung, wer kennt diese Reihe nicht - die "Biss"-Reihe von Stephenie Meyer. Was ich darüber denke? Nun, sagen wir, Bella und Edward sind ein Paar aus meinen schlimmeren Albträumen, von den beiden habe ich Kopfschmerzen bekommen und habe beim Lesen an den besonders schmalzigen Stellen immer einen gewissen Würgereflex verspürt. Bella war mir eindeutig zu sehr das zarte Lämmchen, Edward eher ein... mir leicht unheimlicher Stalker (Wer will nicht nachts nen unbekannten Typen im Zimmer der einem beim Schlafen zusieht? Oh, ich.) der übertrieben herumjammerte. Nicht zuletzt mit den Nebencharakteren hat Stephenie Meyer mir aber gezeigt, dass sie eindeutig viel mehr kann als eindimensionale Schmalzpärchen. Ein paar von denen konnten sich definitiv in mein Herz schleichen, zum Beispiel Rosalie und Jasper.

2 WERWÖLFE

Ach, die guten Raubtiere. Wieder ist hier die "Biss"-Reihe zu nennen - ich bin Team Jacob, allerdings nicht in Bezug auf Bella sondern in Bezug auf meine Lieblingsfigur in der ganzen Reihe, der gute hat meiner Meinung nach mehr als Isabella soundso Swan verdient - in der mir die Werwölfe mit am besten gefallen haben und die ich am interessantesten fand.
Außerdem handelt eins meiner Lieblingsbücher von Werwölfen - "Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater. Ich liebe das Buch einfach, weil es bei mir genau die Art von Heimgefühl hervorgerufen hat, nach der ich in jedem Buch suche. Vielleicht ist das Buch rein theoretisch nicht perfekt - aber für mich schon, zusammen mit einigen anderen gehört es zu den meiner Meinung Erste-Klasse-Büchern in meinem Herz.
Allgemein bin ich ein großer Werwolf-Fan - ich habe keine Ahnung wieso, aber sie sind mir bei weitem sympathischer als z.B. Vampire.

3 ZOMBIES

Es war wirklich schwer, ein Buch zu finden, in dem Zombies irgendeine Rolle spielen und über das ich irgendetwas sagen kann. Dann ist mir eingefallen, dass in einer meiner Lieblingsreihen Zombies vorkommen - "Skulduggery Pleasant" von Derek Landy (absolut zu empfehlen, lesen, genießen, weiterempfehlen, noch mal lesen, verstanden? :)). Ja, die Zombies... bzw. der wichtigste Zombie ist einfach dermaßen einfältig und dabei so dermaßen witzig, dass ich wegen ihm regelmäßig Lachanfälle bekomme. :) Also, immer her mit witzigen Zombies!

4 GEISTER

Noch so ein schwieriges Thema... Geister. Aber ich hab doch was, von einem Autor der weiter unten erneut genannt werden wird - Jonathan Stroud. Seine "Lockwood&Co" Reihe oder zumindest Band 1 mochte ich so sehr, Band 2 wartet hier auf Tage der absoluten Verzweiflung in denen ich kräftige Lachanfälle und grandiose Unterhaltung ganz dringend brauche. Notration muss sein :)

5 HEXEN/MAGIER

Da fällt mir doch gleich "Harry Potter" von J.K. Rowling ein. Es ist einfach ein Klassiker, für Kinder wie Erwachsene. Es ist einfach jedem zu empfehlen, weil es eine wunderschöne, zauberhafte (im wahrsten Sinne des Wortes) Geschichte ist, in der es um so viel mehr als Zaubertricks geht. Harry Potter ist mehr als eine Buchreihe oder ein Trend, es ist ein großer Teil meiner Kindheit und hat definitiv meine Liebe zur Literatur geprägt.

6 FEEN

Ganz kurz und knapp - "Plötzlich Fee" von Julie Kagawa. Ich mochte den Stil der Geschichte und die Protagonistin auch ganz gerne, allerdings hat mich der Love Interest Ash richtig genervt. Er erinnerte mich irgendwie an Edward Cullen, auch wenn sie sich nicht unbedingt ähnlich sind, aber sein Gehabe erinnerte mich an ihn - "ich bin der kalte dunkle Prinz des Winterreiches und darf dich nicht lieben, blabla". Er hat mir das Buch ein bisschen versaut, genauso wie ihre Verliebtheit in ihn Meghan meiner Ansicht nach negativ verändert hat. Dennoch ist das Buch aufgrund der Weltengestaltung und des allgemeinen Stils der Geschichte zu empfehlen.

7 DÄMONEN

Wen soll ich nennen als den one and only "Bartimäus" (von Jonathan Stroud). Ich liebe diesen Dämon, äh, Dschinn einfach unheimlich. Er ist so herrlich sarkastisch und so erfinderisch darin, sich selbst zu retten, hat aber auch eine menschliche Seite. Ein wunderbarer Protagonist den ich vergöttere. Er ist eine der fiktionalen Gestalten, denen ich gerne einmal persönlich begegnen würde, weil mich seine Geschichte (und die Bücher sind für mich seine Geschichte, auch wenn es nicht nur um ihn geht) so inspiriert und berührt hat... es ist nicht zu beschreiben, was auch diese Bücher mir bedeuten. Kann man mit Büchern eine Welt retten? Nun, diese Bücher haben mir mehr als einmal meine gerettet oder sie zumindest sehr verbessert.

8 ENGEL

Eine vor nicht allzu langer Zeit erst entdeckte Reihe, bei der Band 2 noch im Regal wartet - "Zwischen den Welten" von Laini Taylor. "Daughter of smoke and bone" war ein grandioses Buch, dass mich daran erinnert hat, warum ich Fantasy am meisten von allen Genres liebe. Es hat alles was zu einer fantastischen Geschichte gehört und noch viel mehr. Vor allem die Engel-Teufel-Feindschaft hat mir sehr gut gefallen und die Romeo-Julia-mäßige Verbindung die versucht, diesem Zwist zu trotzen konnte mich unerwartet berühren.

9 ALIENS

Dazu ist mir sogar auf Anhieb was eingefallen - "Die fünfte Welle" von Rick Yancey. Ich warte sehnsüchtig auf Band 2, weil mir das Weltuntergangsszenario und die Aliens in diesem Buch so gut gefallen haben... ich möchte unbedingt noch mehr. Jedem zu empfehlen, der auf harte Situationen und taffe Protagonisten die ums Überleben kämpfen steht. :)

10 SUPERNATURAL SOMETHING

Oh Gott, zu guter Letzt wollte mir erst gar nichts mehr einfallen... aber dann habe ich etwas entdeckt, womit ich bestimmt mal was nenne, das noch niemand vorher genannt hat (wenn doch, scheiße, aber egal, das Buch verdient eh mehr Aufmerksamkeit.)
Wovon ich quatsche? Ich quatsche von "Sieben Magier" von Caro King. Und ja, es geht ganz am Rande auch um Magier, aber eher um eine sehr ungewöhnliche Gattung der Fantasiewesen - Kinderschrecks. Klingt leicht schräg, aber ich habe den Protagonisten Skerritsch, der wohl eher zur bösen Seite gehört, mich aber mit seinem Witz und seiner Gewieftheit begeistern konnte, ins Herz geschlossen. Er hat etwas von Bartimäus. Unbedingt lesen dieses Buch, und Band 2 gleich mit :)

Ich tagge keinen, aber wer ihn noch nicht gemacht hat - fühlt euch, als stände euer Name hier unter GETAGGT. :)

Was war los im Februar?

Die Überschrift passt diesmal wirklich gut, denn genau diese Frage stelle ich mir auch - irgendwie war im Februar ein bisschen (sehr) der Wurm drin. Dafür wird das im März viel viel mehr, da kann ich euch beruhigen. Denn dann ist Buchmessezeit und somit der perfekte Zeitpunkt um wieder mal richtig viel zu bloggen und zu lesen. Der Grund für die wenigen gelesenen Bücher und die wenigen Posts (und die sind ja wirklich unterirdisch rar gestreut) sind zum einen das in diesen Monat zwei Wochen Ferien fielen, über die ich kaum zum Lesen gekommen bin, weil ich sie mit meiner Cousine verbracht habe. Zweiter Grund: Ich war außerdem eine Woche in Italien. Also schon mal drei von vier Wochen weg, in denen ich hätte lesen/posten können.
Dafür finde ich war ich doch recht gut, oder? :) Naja, schauen wir uns dann mal meinen (hoffentlichen) Jahresflopmonat an... und ja, ich gestehe, ich bin Percy Jackson-Suchti geworden!

Gelesenes:
- Morel, Alex - Survive: Wenn der Schnee mein Herz berührt
- Riordan, Rick - Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen
- Riordan, Rick - Percy Jackson: Der Fluch des Titanen
- Roberts, Erik J. - Frühaussteiger
- Riordan, Rick - Percy Jackson: Die Schlacht um das Labyrinth
- Riordan, Rick - Percy Jackson: Die letzte Göttin
- Popescu, Adriana - Lieblingsmomente
- Bradley, Alan - Flavia de Luce: Schlussakkord für einen Mord

Geschriebene Rezensionen:
- Morel, Alex - Survive: Wenn der Schnee mein Herz berührt
- Riordan, Rick - Percy Jackson: Diebe im Olymp
- Roberts, Erik J. - Frühaussteiger
- Sabbag, Britta - Pinguinwetter

Find the Cover Challenge: 6/19
15 Reihen für 2015: 0/15
Serienkiller: 0/12
Quer durchs Regal Challenge: 33/48

Sonntag, 22. Februar 2015

Neuzugänge.. ein absolutes Wunder *lach*

Ja, bei mir hat es wieder Bücher gehagelt... ich hoffe ich habe jetzt keins vergessen, wenn ja - ist nicht böse gemeint, mein Gedächtnis ist ein Sieb zurzeit.


Einmal ist keinmal: Seitdem ich den Filmtrailer dazu gesehen habe, möchte ich das Buch lesen. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Und als ich es da so in der Wühlkiste sah... konnte ich nicht widerstehen.

Das Leuchten der Stille: Nicholas Sparks ist ja so ein Non-Plus-Ultra bei Liebesromanen, und ich wollte schon lange etwas von ihm lesen. Und als ich Einmal ist keinmal schon mitnahm... das hätte sich doch so einsam gefühlt wenn ich es allein gekauft hätte :P Ja, ich muss mal an meiner Selbstbeherrschung arbeiten :)

Wunder: Das Buch stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste und ich habe es bei Jules Blog Büchermeer gewonnen. Danke noch mal das du es mir geschickt hast und es ist überhaupt nicht schlimm, dass es ein bisschen gedauert hat bis es ankam! Jetzt ist es ja da :)

Frostkuss: Da es bis zum Erscheinen des vierten Teils der Elemental Assassin Reihe von Jennifer Estep noch etwas dauert (*hust* bis Juni *genervt sei*) wende ich mich mal erst mal der anderen Reihe von dieser Autorin zu.

Blood Magic: Das Buch lag im Hugendubel für 4,99 € rum und klang ganz interessant. Davon gehört habe ich eigentlich noch gar nichts, deshalb bin ich umso gespannter. Kennt es einer von euch vielleicht?

Der verbotene Schlüssel: Auch das lag für 4,99 € noch eingeschweißt herum und es hat mich spontan angesprochen. Auch hier habe ich noch nichts drüber gehört, mal sehen ob mir dieses Buch gefallen und ob es meinen Erwartungen gerecht wird.

Pinguinwetter

AutorIn: Britta Sabbag
Seiten: 254
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16652-7

Worum geht's?

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa!
Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...

Quelle

Wer ist die Autorin?

Britta Sabbag, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaft, Psychologie und Pädagogik in Bonn. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeitete sie sechs Jahre als Personalerin in mehreren großen Firmen. Als die Krise zuschlug, nutzte sie die Chance, um das zu tun, was sie schon immer wollte: schreiben. Heute schreibt und lebt sie immer noch in Bonn.

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Wie fand ich es?

Das Buch ist ja jetzt nicht Teil meines eigentlichen Zielgebiets, aber es konnte mich dennoch überzeugen.

Entscheidend dafür ob man das Buch mag, ist wohl, ob einem der Humor liegt. Witzig und spritzig erzählt Britta Sabbag von dem Leben von Charlotte, bei der gerade alles wirklich mies läuft. Ich mochte vor allem die Entwicklung der Protagonistin in diesem Buch. Anfangs sagte sie mir, obwohl ich sie durchaus witzig fand, nicht so wirklich zu. Das hat sich im Laufe der Geschichte allerdings geändert, sie wuchs über sich hinaus und konnte mir neben einer Menge Lachern auch Charakter bieten.

Ihre Freundinnen, ihre Familie, allgemein ihre Umgebung ist ziemlich... durchgeknallt. Von der nicht unbedingt streng feministischen Freundin Trine und ihrem nervigen Sohn Finn, über Freundin Mona mit dem Filzladen, zu einer Oma die nur im Imperativ spricht... es ist eine bunte Sammlung leicht verrückter, aber sehr liebevoll beschriebener Figuren, deren Erlebnisse ich einfach gerne verfolgt habe. Die Liebesgeschichte steht glücklicherweise nicht allein im Vordergrund. Eric und Charlotte mochte ich als Paar recht gerne, aber ich würde sie nicht als mein neues Traumpaar bezeichnen, da fehlte mir ein wenig die Chemie.

Der flüssige, humorvolle Schreibstil hat mich durch die Seiten rasen lassen und ich hatte das Buch sehr schnell durch. Das Buch ist sicherlich nichts für Spannungsfreaks, bei denen es aller fünf Seiten eine Explosion geben muss, aber mich konnte es allein durch die charmante Erzählweise begeistern.

Obwohl das Buch nicht gerade ernsthaft daher kommt, bietet es doch viel Tiefsinn, Mit Sprüchen wie dem auf dem Klappentext: "Das Schlimmste an Halbwahrheiten ist, das immer die falsche Hälfte geglaubt wird." stimmt es (zumindest mich) auch nachdenklich. Ich werde wohl nie ein großer Chick-Lit-Fan sein, weil mir das Genre einfach nicht so zusagt, aber dieses Buch habe ich gern gelesen und werde definitiv noch mehr von Britta Sabbag verschlingen.

 Sterne

Freitag, 20. Februar 2015

Frühaussteiger

AutorIn: Erik J. Roberts
Seiten: 148
Verlag: vom Autor über Amazon veröffentlicht
ISBN: 1500821373

Worum geht's?

Nach dem unerwarteten Tod des Vaters reißt es Sebastian aus der behüteten Lebensbahn. Seit dem Umzug sucht er in der verdammten neuen Schule verzweifelt Freunde und Anschluss, doch er findet nur Ausgrenzung, Gewalt und Mobbing. Und zu allem Überfluss ist da auch noch die sadistische Mathelehrerin.
Zuhause ist es nicht besser. Dort plagen ihn heftige Streitereien mit der Mutter und dem verhassten Stiefvater. Alles erscheint ohne Sinn und Zukunft.
Trotz seiner Probleme verliebt sich Sebastian in Annika aus der Parallelklasse. Und sie ist der Hoffnungsschimmer. Doch kommen beide zusammen? Nach einer brutalen Schlägerei im Klassenzimmer fasst Sebastian einen folgenschweren Entschluss …

Eine sehr intensive Erzählung über Erwachsenwerden, Liebe, Familie und Tod.

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Wer ist der Autor?

Erik J. Roberts arbeitet als Arzt und Schriftsteller in Berlin. Sein Weg führte ihn zunächst zum Facharbeiter für Nachrichtentechnik bei den Berliner Verkehrsbetrieben, wo es mehr Kurioses als Verwirklichung zu erfahren gab. Daher wechselte er in die Medizinbranche, arbeitete vor dem Studium als Pfleger in der Chirurgie und Kinderrehabilitation, promovierte über ein medizinhistorisches Thema und fand bei dieser Beschäftigung Gefallen am Schreiben.
Wenn etwas seine Bücher verbindet, dann ist es die Kontroverse. Erik J. Roberts findet in seinen Romanen stets das Außergewöhnliche und Emotionale, was aufrüttelt und zum Nachdenken anregt.
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Wie fand ich es?

Alles in allem hat mir die Geschichte an sich gut gefallen. Probleme von Jugendlichen werden interessant thematisiert, es wird nämlich die Geschichte von Sebastian erzählt, der auf seiner neuen Schule nicht klar kommt. Mobbing spielt eine große Rolle in diesem Buch und ich persönlich fand die Geschehnisse im Laufe des Mobbings realistisch. Es wird wohl leider immer Schüler, oder allgemein Menschen, geben die sich durch das Fertigmachen anderer besser fühlen und es genießen, andere zu mobben und ganz schnell wird aus simplen Späßen gegenüber "Außenseitern" wie Sebastian schon Mobbing. Gut aufgezeigt wurde, was Mobbing alles zerstören kann - Sebastian, der Archäologe werden will, rutscht mit seinen Noten immer weiter ab, sodass aus seinem Traum nichts zu werden scheint. Seine soziale Vereinsamung führt natürlich auch nicht gerade zu besseren Noten.

Es gibt einfach keine Gründe für Mobbing - außer das charakterlich schwache Mobber ihre Probleme an unschuldigen anderen auslassen können, und sich offenbar nicht darüber im Klaren sind, dass sie damit psychisch und physisch Wunden hinterlassen. Menschen sind sensibel und es kann wohl niemand von sich behaupten, dass ihn eine fiese Äußerung überhaupt nicht treffen würde. Es trifft immer, auch wenn man mit der Zeit vielleicht abstumpft und sich eine "Es ist nur blödes Gefasel"-Einstellung zulegt oder anders versucht, mit Mobbing klar zu kommen. Dies hat der Autor sehr gut aufgezeigt.

Mein Problem war - ich habe mich einfach nicht mit dem Protagonisten, Sebastian, anfreunden können. Vielleicht ist es mir auch durch den Schreibstil, der einfach nicht mein Geschmack war - was nicht heißt, das er schlecht war, sondern mir lediglich zu sachlich und dadurch hölzern - und der zu seinem Alter (15) nicht richtig passte, einfach nicht möglich geworden, ihn richtig sympathisch zu finden. Seine Situation ging mir nahe, ja, denn er hat wirklich haufenweise Probleme in seinem jungen Alter, und es war auch gut beschrieben, wie er sich fühlt, aber ich fühlte mich einfach nicht so wie er, während ich las. Auch seine Beziehung zu Annika konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Die anderen Charaktere waren zweifelsohne interessant, doch auch bei diesen kam bei mir kein richtiges Gefühl auf. Mit seinem Stiefvater kommt Sebastian überhaupt nicht zurecht, seine Stiefschwester mag er mal und mal nicht, und auch vor seiner Mutter, die sich nicht richtig mit seinen Problemen auseinander setzt sondern lediglich bessere Noten erwartet, zieht sich Sebastian immer mehr zurück. Auch in der Schule trifft er nicht unbedingt auf nette Menschen, abgesehen einmal von Annika. Von seinen Mitschülern und sogar seiner Mathelehrerin wird Sebastian gemobbt weil,... ja, warum? Hach, weil er der neue ist... großartige Logik. *Sarkasmuslampe blinkt* Aber leider nur zu realistisch bei Mobbing.

Gut gefallen an diesem Buch hat mir auch, dass so ehrlich und authentisch auf Mobbing eingegangen wurde. Denn "Frühaussteiger" gehört ja leider nicht ins Genre Historische Romane, weil es immer noch Menschen gibt, die anderen körperliche und/oder seelische Gewalt zufügen. Das kann überall passieren, aber speziell in Schulen ist es ein großes Thema. Kinder sind bekanntlich am grausamsten. Auch die Ignoranz der Lehrer bezüglich dieses Problems wurde gut dargestellt. Ich will nicht sagen, dass von 100 Lehrern 99 nichts gegen Mobbing tun würden. Aber es ist auch leider kein Einzelfall, das gemobbte Schüler bei Lehrern keine Hilfe finden.

In diesem Buch wurde das Thema Mobbing und alles was damit zusammenhängt/zusammenhängen könnte, wie Selbstmord (wenn das auch nur am Rande), instabile Familien... authentisch und realistisch aufgezeigt. Lediglich den sachlichen, trotz der Ich-Perspektive objektiven Schreibstil durch den ich mit den Charakteren nicht warm wurde, habe ich zu kritisieren.

 Sterne

Vielen Dank an den Autor für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Mittwoch, 11. Februar 2015

Waiting on Wednesday #3

Dies ist eine Aktion von Breaking the Spine, bei der man jeden Mittwoch ein Buch vorstellt, auf das man sich momentan am meisten freut.
 
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Seit "Was ich dich träumen lasse" freue ich mich auf das nächste Buch der Autorin. Das werde ich mir wahrscheinlich erst im April gönnen können, aber naja... Vorfreude schönste Freude :/ Passt jedenfalls gut zum "Waiting on Wednesday"...

Montag, 9. Februar 2015

Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt

AutorIn: Alex Morel
Seiten: 256
Verlag: INK
ISBN: 978-3-86396-047-6

Worum geht's?

Das hochdramatische Abenteuer einer starken Heldin, die im erbitterten Kampf ums Überleben zu sich selbst findet und dabei ihrer großen Liebe begegnet. Aufreibend, ergreifend und herzzerreißend! Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus …

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Wer ist der Autor?

Alex Morel lebt in New Jersey. Er ist Vater von zwei Kindern und hat einen Hund namens CC. “Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt” ist sein erster Roman.

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Wie gefiel mir das Buch?

Das Buch habe ich mir vor kurzem aus der Bibliothek ausgeliehen, weil es mich ansprach und ich schon öfter mal davon gehört hatte. Außerdem ist es relativ dünn, recht groß geschrieben und die Kapitel sind wirklich kurz, sodass es sich schnell lesen lässt. Dennoch steckt viel Gefühl und Authentizität in diesem Buch und ich habe das Lesen wirklich genossen.

Das Buch hat eine durchweg traurige "Stimmung" wer also lieber etwas Locker-Leichtes liest, sollte die Finger davon lassen. Da es meinem Geschmack aber auch dem Klappentext nach enstprach, habe ich einfach mal angefangen und muss sagen, es hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Innerhalb von zwei Tagen war es schon durch und ich habe es nur nebenbei gelesen.

Die Charaktere sind sehr vielfältig und nicht auf den ersten Blick klar einzuschätzen. Da die Geschichte aus Janes Perspektive erzählt wird, kann man ihre Gedanken leichter nachvollziehen und mir persöhnlich kamen sie auch nachvollziehbar vor. Sie hat wirklich einiges durchgemacht und geht während des Buchs wieder durch eine erstaunliche Entwicklung, als sie sich allein mit Paul durchschlagen muss.
Dieser wiederum ist schwerer einzuschätzen und da auch Jane am Anfang nicht so wusste, was sie von ihm halten soll, hatte auch ich oft Zweifel ob ich ihn nun sympathisch finden soll oder nicht. Auch er hatte keine einfache Vergangenheit und keine wirklich einfache Gegenwart.
Die beiden als Team und auch als Paar haben mir sehr gut gefallen. Paul ist Jane eine große Stütze und bringt sie zu Taten, die sie sich selbst nie zugetraut hätte. Natürlich ist er dabei nicht immer nett, aber es ist einfach genau das, was sie in einer verzweifelten Situation braucht - nicht noch mehr Zweifel und "Tu es wenn du bereit bist" etc. Sondern die schlichte Überzeugung, dass sie es schaffen muss, was sie dazu bringt, es auch einfach zu tun, anstatt zu überlegen was es für andere Optionen geben könnte.

Das Buch zeigt insgesamt sehr deutlich, wozu man in Extremsituationen fähig ist, wie Grenzen überschritten werden. Es ist ein trauriges Bild von Verzweiflung und dem Kampf ums Überleben und einem tragischen Paar, das versucht, sich zu retten. Und obwohl sie eigentlich beide Gründe hätten, nicht weiter leben zu wollen und aufzugeben, tun sie dies nicht, sondern halten durch. Ob sie es schaffen, werdet ihr selbst lesen müssen, nur so viel - die Auflösung hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, das kann ich euch versprechen. Dafür ist es - finde ich zumindest, ich kann es schlecht beurteilen da ich mich mit solchen Extremsituationen nicht auskenne und keine Ahnung habe, wie große Chancen man wirklich hat, so etwas zu überleben - sehr authentisch. Wer sich für diese Thematik interessiert, für den ist dieses Buch garantiert etwas.
Der Schreibstil des Autors fängt die Geschichte und den traurigen Hintergrund beider Charaktere und der Situation sehr gut ein, er hat mir sehr gut gefallen. Ich kenne bisher kein anderes Buch des Autors - ihr? Hat er bisher noch ein anderes veröffentlicht?

Das Buch konnte mich trotz seiner Kürze sehr überzeugen. Ich bin ein wenig unsicher, was ich dem Buch nun geben soll, deshalb habe ich mich für 4,5 Sterne entschieden. Stellvertretend hab ich das 5-Sterne-Bild eingeblendet.

 Sterne

Dienstag, 3. Februar 2015

Percy Jackson: Diebe im Olymp

AutorIn: Rick Riordan
Seiten: 448
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55437-6

Worum geht's?

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen.
Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen.
Die Götter stehen Kopf - und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer ...

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Wer ist der Autor?

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in San Antonio, USA, und widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 40 Länder verkauft worden. Auch seine nachfolgenden Serien, »Die Kane-Chroniken« und »Helden des Olymp«, schafften auf Anhieb den Sprung auf die New-York-Times-Bestsellerliste

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Wie fand ich es?

Oh mein Gott! Ich bin von diesem Buch echt umgehauen wurden!!! Aber, der Reihe nach.

Eigentlich wollte ich "Percy Jackson" nie so wirklich lesen. Nicht weil ich die Story so schrecklich fände oder die Idee nicht interessant. Es war für mich nur so ein typisches ist-Bestseller-also-ist-es-nichts-für-mich-Buch. Warum? Ich habe ehrlich keinen blassen Schimmer. Der ganze Hype hat mein Interesse einfach abgeschwächt.
Doch jetzt, Jahre nach der großen Welle, wo ich anfange mich auch an so bekannte Bücher zu wagen und mich viele begeistern können (siehe z.B. "Die Bestimmung"), dachte ich mir, warum soll ich es nicht mal versuchen. Und ja, es hat mich restlos überzeugt!
Viele Kritiker vergleichen das Buch ja mit der "Harry Potter" Reihe von J.K. Rowling. Wieso das? Keine Ahnung, vielleicht weil es um einen jungen (11 bzw. 12 Jahre alt) männlichen Protagonisten handelt, mit dem die Handlung steigt und fällt, der sich mit einem Jungen und einem Mädchen anfreundet und in seiner neuen Umgebung etwas Besonderes ist? Nun, viel mehr Gemeinsamkeiten konnte ich nicht finden - und diese findet man nicht nur in diesen beiden Büchern - deshalb besteht schon einmal nicht die Gefahr, dass "Percy Jackson" ein Abklatsch von "Harry Potter" ist, da kann ich potenzielle Leser beruhigen. Falls es überhaupt jemanden gibt, der diese Bücher noch nicht gelesen hat...

Die Charaktere mochte ich an sich sehr gern. Jeder hat etwas Besonderes, dass dafür gesorgt hat, dass ich ihn oder sie ins Herz schließen musste. Percy fand ich zwar an einigen Stellen etwas naiv, hätte ihn in manchen Situationen am liebsten gepackt und geschüttelt damit er nicht so schnell eingeschnappt ist, aber das passt auch zu seiner Darstellung und seiner Vorgeschichte, sodass es mich nicht gestört, sondern die Geschichte eher noch authentischer gemacht hat.
Auch die restlichen Figuren will ich nicht mehr missen und mehr von ihnen lesen. Speziell die Gottheiten sind interessant, aber auch die Halbblute und natürlich die... wie nenne ich es ohne Spoiler?... "Aufsichtspersonen" im Camp, die die Halbgötter beschützen sollen, die mich immer wieder amüsiert haben.

Die Geschichte bleibt durchweg spannend und ich habe mich an jeder Stelle gut unterhalten gefühlt, Langeweile kam nie auf. Stattdessen habe ich mit Percy, Annabeth, Grover und den restlichen Personen mitfiebern können und bin immer wieder von unvorhergesehenen Handlungssträngen überrascht wurden.

Der Schreibstil ist einfach, passend zu Geschichte und Protagonisten. Besonders positiv fällt mir der witzige Unterton auf, den der Autor der Geschichte verleiht. Schon deshalb werde ich von Rick Riordan noch mehr lesen und mich gleich in den nächsten Band der Reihe stürzen.

Ich werde dieses Buch definitiv noch viele Male lesen, es mir also auch noch einmal selbst besorgen - zurzeit ist es nur aus der Bücherei ausgeliehen - und deshalb kann ich eigentlich nur noch eins tun: die höchstmöglichste Sternenzahl vergeben!

 Sterne

Leseplanung Februar

Ich hab mir für diesen Monat wieder einige (!!) Bücher vorgenommen, da es mir im Januar zwar Spaß gemacht hat, so frei Schnauze irgendetwas zu lesen, aber ich will mich mit dieser Leseplanung zu diesen Büchern ja nicht zwingen, sondern eher motivieren. Also, Motivation, Aufmarschieren! (Ja, ich hab heut wieder meinen ganz witzigen... *seufz*) Fangen wir einfach an, ehe ich wieder versuche witzig zu sein.

(Datum ist schon wieder total komisch... nicht irritieren lassen, ist ein ganz frisches Foto.

Tage wie Salz und Zucker: Ich habe damit schon einmal angefangen und ich mochte es, sodass ich es jetzt einfach mal beenden will. Mittlerweile habe ich richtig Lust darauf, mich von Shari Shattuck verzaubern zu lassen!

Soul Seeker - Das Echo des Bösen: Da ich ja an meinen Reihen arbeiten will.... außerdem ist es ein Reziexemplar.

Einmal ist keinmal: Das Buch ist so schön kurz, das lässt sich bestimmt schnell weg lesen. Und ich freue mich wahnsinnig darauf, da der Filmtrailer und die Leseprobe so witzig klangen.

Lieblingsmomente: Daran lese ich ja bereits und freue mich schon auf die nächsten Kapitel. Bisher habe ich dabei noch kein Highlight-Gefühl, aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch.

Silbertod: Auch ein eher dünnes Buch (naja, das ist leicht übertrieben, aber es steht grade übergangsweise neben "Splitterherz", neben dem oder dem Herr der Ringe sieht alles dünn aus :) Nein, ich würde es einfach grade gerne lesen, weil mich die Geschichte grade besonders anspricht und wer weiß... vielleicht fällt es diesen Monat in hohem Bogen von meinem SuB in meine Hände und schlägt sich ganz von selbst auf :)

Versunken: Ja, ein Thriller, aber es spricht gerade total mit mir. Außerdem - es ist ein Rezensionsexemplar und ich möchte dem Heyne Verlag so schnell wie möglich eine Bewertung liefern.

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit: Ich will mich endlich dazu durchringen, wo es im Januar schon nicht geklappt hat... dabei möchte ich alter Angsthase es ja eigentlich lesen! Das wird schon! *optimistisch zu sein versuch* *versuch lass weil albern*

Lockwood & Co - Der wispernde Schädel: Wie ich diese Fortsetzung vergöttere ohne sie gelesen zu haben ist unglaublich :) Zu gerne möchte ich weiter Lockwood, George und Lucy wieder in ein Abenteuer folgen und mich mit ihnen totzittern und totlachen!

Außerdem möchte ich noch lesen (passten nicht mehr aufs Bild oder sind eBooks, es sind alles Rezensionsexemplare):
- Frühaussteiger von Erik J. Roberts
- Weil Liebe immer stärker ist von Anna Fricke
- Wächter der Erinnerungen 02 von Simon Geraedts

Mal sehen, wie viel ich schaffe, aber ich werde mich auf jeden Fall anstrengen :) Was wollt ihr denn so lesen? Kennt ihr eines der Bücher bereits und wollt mich zum Lesen ermutigen/ mir davon abraten weil es euch super/gut/schlecht gefallen hat?