Dienstag, 17. März 2015

Wie Monde so silbern

AutorIn: Marissa Meyer
Seiten: 384
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58286-7

Worum geht's?

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will?
Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

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Wer ist die Autorin?



Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der »Luna-Chroniken« sind ihr Debüt als Schriftstellerin.

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Wie fand ich es?

Ich habe das Buch gestern Abend erst beendet, und bin immer noch irgendwie... überrascht davon, die gut es mir gefallen hat. Überrascht weil: Ich bin nicht so der Märchenfan. Und wenns schon eins sein muss, dann vielleicht Hänsel und Gretel, aber nicht Cinderella. Doch die Umsetzung des Märchens in diesem Buch - der  helle Wahnsinn!

Angefangen bei den Charakteren hat das Buch meiner Meinung nach unglaublich viel zu bieten. Nicht nur die Hauptcharaktere, Cinder und Kai, haben einen facettenreichen Charakter und sind nicht nur gut oder böse. Lediglich bei Levana erhoffe ich mir noch Hintergründe warum sie ist, wie sie ist.

Speziell die Darstellung von Cinders Stiefmutter und ihren Stiefschwestern hat mir sehr gut gefallen.

Kommen wir zu den Hauptcharakteren selbst - die gute Cinder mochte ich von Anfang an. Ja, im Laufe des Buchs hätte ich ihr manchmal eine Ohrfeige geben können (aus Geheimniskrämerei wird doch nie etwas Gutes) aber ich konnte sie dennoch gut verstehen.
Prinz Kai ist glaube ich eine meiner Lieblingsfiguren in diesem Buch. Er ist sich der Verantwortung als Prinz und später vielleicht Kaiser bewusst und versucht für sein ganzes Volk zu denken, nicht nur für sich selbst, und das hat ihn mir unglaublich sympathisch gemacht.

Marissa Meyers Schreibstil ist schlicht, an manchen Stellen witzig und an anderen ernsthaft. Er gibt dem Buch seinen ganz besonderen zurückhaltenden Charme.

Auch der Handlungsort ist mit dem Asiatischen Staatenbund ganz ungewöhnlich gewählt, passt aber durchaus zur Geschichte und ist mal eine Abwechslung zu den vielen in Europa und Amerika spielenden Fantasy und Science Fiction Romanen.

Die Spannung hat in diesem Buch auch nicht zu leiden. Und selbst wenn es wie am Anfang ruhiger zuging, klebte ich doch an den Seiten und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe das Buch an zwei Nachmittagen fertig gelesen, was mich selbst ein bisschen gewundert hat.
Ab einem gewissen Punkt konnte ich den Showdown absehen, was die Spannung allerdings nicht gestört hat, da immer andere Spuren hinzukamen und ich mir irgendwann nicht mehr sicher war, ob das nun wirklich so kommt.

Was soll ich noch sagen? - Ich will Band 2! ;)

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