Freitag, 17. April 2015

Dunkle Halunken

AutorIn: Terry Pratchett
Seiten: 384
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-26989-6

Worum geht's?

Von der Scheibenwelt ins London des 19. Jahrhunderts, in dem hilflose Schönheiten vor dunklen Feinden zittern, Schriftsteller sich als Detektive versuchen und mörderische Barbiere ihre Opfer nach allen Regeln der Kunst erledigen. Hier kann nur einer aufräumen - und das ist ausgerechnet der eigentlich nichtsnutzige Straßenjunge Dodger ... Terry Pratchetts neuer Roman ist ein Muss für alle Fans des britischen Großmeisters - großartig übersetzt vom Originalübersetzer Andreas Brandhorst.

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Wer ist der Autor?

Terry Pratchett, geboren 1948 in Beaconsfield, England, erfand in den Achtzigerjahren eine ungemein flache Welt, die auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte ruht, und hatte damit einen schier unglaublichen Erfolg: Ein Prozent aller in Großbritannien verkauften Bücher sind Scheibenweltromane. Jeder achte Deutsche besitzt ein Pratchett-Buch. Bei Piper liegen der erste Scheibenweltroman »Die Farben der Magie« sowie die frühen Bände um Rincewind, Gevatter Tod, die Hexen und die Wachen vor – Meisterwerke, die unter den Fans einhellig als nach wie vor unerreicht gelten. Terry Pratchett erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den »World Fantasy Lifetime Achievement Award« 2010. Zuletzt lebte der Autor in einem Anwesen in Broad Chalke in der Grafschaft Wiltshire, wo er 2015 verstarb.

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Wie fand ich es?

Dieses Buch hat mich daran erinnert, warum ich Terry Pratchetts Werke soo liebe! Bisher habe ich ja nur Scheibenweltromane von ihm gelesen, aber auch mit diesem Werk konnte er mir begeistern und fesseln.

Die Geschichte bietet eine interessante Mischung aus Fantasy und Historik. Bekannte Persönlichkeiten oder Romanfiguren wie beispielsweise Charles Dickens und Sweeney Todd werden mit eingebunden in die Geschichte des jungen Straßenjungen Dodger.

Die Charaktere waren so skurril und faszinierend wie sie es bei Pratchett für gewöhnlich sind. Besonders gut gefallen hat mir übrigens die Umsetzung des Charles Dickens. Doch auch die Hauptfigur Dodger konnte mich überzeugen und oft zum Schmunzeln bringen.

Was Pratchetts Romane immer auszeichnet sind sein Humor, den er in die Geschichten einfließen lässt und die feine Metaphorik. Man spürt auch bei der nicht immer perfekten Übersetzung wie genau und zielgerichtet die Worte gesetzt sind, doch das Buch ist beinahe poetisch geschrieben und steckt voller humorvoller Weisheiten und einem gesellschaftskritischen, sarkastischen Unterton, der das Lesen zu einem Genuss macht.

Besonders das Ende hat mich dann wieder total umgehauen. Ich weiß nicht, wie das geht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, von lange begleiteten Freunden Abschied nehmen zu müssen. Alles wurde zu einem schönen Abschluss geführt, und ich hätte so gern noch viel mehr von Dodger, Simplicity und den anderen gelesen!

Das Buch glänzte nicht durch Spannung, sondern durch die Atmosphäre und die skurrilen Figuren. Auch wenn ich lieber in die Scheibenwelt entschwinde als in das historische London, gefiel mir das Buch wahnsinnig gut und schon nach wenigen Seiten war klar, wie toll ich es finden würde. Pratchett ist einfach ein Erfolgsgarant, denke ich ;)

nur  bis  Sterne, weil die Übersetzung mich an manchen Stellen verwirrte

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar dieses Buchs an den Piper Verlag!

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