Sonntag, 30. August 2015

Wie Blut so rot

AutorIn: Marissa Meyer
Seiten: 432
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58287-4

Worum geht's?

Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt.
Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

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Wer ist die Autorin?

Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in der Nähe von Seattle. Die vier Bände der »Luna-Chroniken« sind ihr Debüt als Schriftstellerin, wurden aus dem Stand zu New-York-Times-Bestsellern und sind in 27 Länder verkauft. Mehr unter www.marissameyer.com.

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Wie fand ich es?

Es ist schon ein wenig her, dass ich den Vorgänger "Wie Monde so silbern" gelesen habe, deshalb war ich mir ein bisschen unsicher, ob mir die Geschichte immer noch so gefallen würde. Und ja, das hat sie durchaus. Denn dieser zweite Teil gefiel mir nicht nur, er hat mich regelrecht süchtig gemacht nach den Luna Chroniken!

Scarlet ist Cinder in gewisser Weise sehr ähnlich, in manchen Dingen aber auch komplett anders als die Protagonistin des ersten Bandes. Beide sind starke Frauencharaktere, die sich zur Wehr setzen können und nicht zögern zu handeln, was mir an ihnen beiden sehr gefallen hat. Doch wo Cinder immer zuerst über ihre Entscheidungen nachdenkt, stürzt sich Scarlet gerne mal in ein Schlamassel hinein. Das brachte ihr zwar immer wieder Schwierigkeiten, machte sie aber auch realistischer und greifbarer. Sie ist eben eine kleine Rebellin und folgt ihrem Instinkt, doch als ich mich einmal daran gewöhnt hatte, gefiel mir ihre Art mit jeder Seite besser.

Wolf ist eine sehr zurückhaltende, geheimnisvolle Figur, bei der ich mir bis ganz zum Schluss nicht sicher war, was er eigentlich wollte und worauf er aus war. Im Vergleich mit dem ersten "Prinzen" Kai ist er... nun, komplett anders. Manchmal waren sowohl ich als auch Scarlet uns nicht sicher, ob er vertrauenswürdig ist, doch am Ende muss ich sagen, dass ich mir a) von ihm als Charakter noch sehr viel verspreche und b) ihn zwar ganz anders vorgestellt hatte, ihn aber mittlerweile umso mehr mag. Er und Scarlet sind ein sehr ungewöhnliches Paar, aber harmonieren toll zusammen. Hoffentlich bekommt man von ihrem Zusammenspiel auch in den folgenden Bänden noch einiges mit, den mit diesen beiden konnte man in diesem Buch wunderbar mitfiebern.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass Cinder und Kai weiterhin mit an Bord sind und die Geschichte erzählen, außerdem gibt es auch noch neue Charaktere die mich ebenfalls sehr überzeugt haben. Schon jetzt bin ich unglaublich gespannt auf "Wie Sterne so golden", das teils von Thorne erzählt werden wird, einen Charakter auf den ich mich schon extrem freue, da er mir in diesem Band bereits positiv aufgefallen ist.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich wieder an das Buch fesseln und es mich an einem Abend durchlesen lassen. Er ist angenehm und leicht zu lesen, ohne großartige Ausschweifungen aber mit viel Geist und Witz. Marissa Meyer schafft es, den Leser süchtig nach mehr von ihrer Welt und ihren Charakteren zu machen. Zum Glück habe ich Band 3 bereits da, der jetzt gleich verschlungen wird...

Alles in allem eine großartige Fortsetzung mit ganz neuen, spannenden Aspekten und einer anderen, aber genauso aufregenden Liebesgeschichte wie im ersten Teil der Reihe! Jedem, der Dystopien und sehr gut gestaltete Charaktere mag, kann ich diese Reihe ans Herz legen!

Sterne

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