Dienstag, 13. Oktober 2015

Der Bibliothek der schwarzen Magie: Die Wissende

AutorIn: Christopher Nuttall
Seiten: 480
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-442-26405-6

Worum geht's?

Elaines magische Gabe ist bestenfalls durchschnittlich und reicht gerade aus, um ihr eine Stellung in der Großen Bibliothek der Goldenen Stadt zu verschaffen. Aus Versehen löst sie dort einen uralten Zauber aus, der das gesamte Wissen der Bibliothek in ihren Kopf überträgt. Obwohl Elaine die dazugehörige Magie fehlt, lenkt ihre Kenntnis der stärksten Zaubersprüche die Aufmerksamkeit der Mächtigen auf sie. Doch noch während sie darum ringt, mehr als eine Trophäe des Adels zu sein, kommt ihr ein schrecklicher Verdacht. War der Vorfall von langer Hand geplant?

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Wer ist der Autor?

Christopher Nuttall wuchs in Edinburgh auf, wo er auch Geschichte studierte. Bereits während er noch an der Universität war, verdiente er sein Geld mit Schreiben. Chris lebt derzeit in Borneo mit seiner Frau, Muse und Kritikerin Aisha.

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Wie fand ich es?

Bei diesem Buch hat es ziemlich lange gedauert es zu lesen, denn der Einstieg ist mir wahrlich nicht leicht gefallen. Dafür gab es mehrere Gründe, die ich alle gleich noch näher beleuchten werde.

Zum einen war die Protagonistin Elaine ziemlich... farblos und nervte mit der Zeit ziemlich. Sie war wie ein Abziehbildchen, viel zu austauschbar und so darauf bedacht, dass sie nur durchschnittlich und ach so langweilig ist... das hatte nichts mehr mit Selbstkritik zu tun. Insgesamt hat sie es mir mit ihrer sprunghaften, unbedachten Art wirklich schwer gemacht, die Geschichte zu mögen.

Allerdings waren die Nebencharaktere dafür um einiges spannender. Beispielsweise Inspektor Zorn, der bezüglich der Umstände von Elaines "Unfall" ermittelt - ich möchte nicht spoilern, deshalb umschreibe ich es mal so umständlich - hat viel Potenzial gezeigt, oder Elaines Zimmergenossin. Leider wurde diesen Nebenfiguren überhaupt nicht der Platz eingeräumt, durch den die Geschichte vielleicht interessanter gestaltet worden wäre.

Die Idee der Geschichte mit dem Fluch, der Elaine das Wissen der gesamten Bibliothek in den Kopf pflanzt, war meiner Ansicht nach sehr gut und bildet einen spannender Teil der Geschichte. Das Besondere daran, dass sie eben auch die Zusammenhänge des Wissens sofort erkennt und die Kombination aus diesem Wissen und ihrer eigenen nicht unbedingt gigantischen Zauberkraft hätte das Buch spannener machen könnte.

Die Handlung wurde anfangs eindeutig zu sehr mit Geplänkel verschwendet, der Einstieg gestaltete sich langwierig. Obwohl es natürlich gut ist, erst einmal die Personen einzuführen, hätte die Geschichte trotzdem mehr Action auf den ersten 100 - 200 Seiten vertragen. Auch danach wird eher lange drumherum erzählt als zum Punkt zu kommen, wo doch etwas mehr Action bei der Geschichte Wunder gewirkt hätte.

Ingesamt könnte man aus der Weltgestaltung des Buchs noch mehr machen, ebenso die Nebencharaktere mehr einbeziehen und die Geschichte schneller und energischer erzählen, anstatt Elaine immer wieder durchkauen zu lassen, wie unbedeutend und blöd sie doch ist, und insgesamt alles mögliche wieder aufkommen zu lassen, was fünfzig Seiten vorher auch noch nicht spannend war.

Zum Schluss nahm die Geschichte endlich - für mich leider etwas zu spät - Fahrt auf und konnte mich überraschen. Es kam Spannung auf, und man musste sich die ganze Zeit fragen, wem man trauen konnte und wer ein falsches Spiel mit den Protagonisten spielte.

Insgesamt war dieses Buch ein eindeutiger Fall von "Gute Idee, schlechte Umsetzung", zumindest empfand ich es so. Ich glaube nicht, dass ich die Reihe fortsetzen werde. Die Hauptfigur Elaine hat mir einfach den Spaß an der Geschichte kaputt gemacht, dazu kamen die vielen Wiederholungen und der maue Anfang.

 bis Sterne

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den blanvalet Verlag und das Bloggerportal von Randomhouse!

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