Sonntag, 23. April 2017

[Gesehen] Woche #4

Nur ganz kurz diesmal - viel mehr war diese Woche in Serienhinsicht auch nicht los, aber doch ein wenig. Für die kommende Woche habe ich mir mal vorgenommen "Brooklyn Nine-Nine" weiterzuschauen, auch wenn ich zu viel vermutlich nicht kommen werde. Meine - sehr unproduktiv verbrachten - Ferien gehen zu Ende und ich komme wahrscheinlich weniger zum Serienschauen. Warten wir's ab.

NEW GIRL (Staffel 3 Folge 4 bis Staffel 5 Folge 11)
Ich bin doch ganz schön weit gekommen. Leider ist weder auf Netflix noch sonst wo der Rest der fünften bzw. die sechste Staffel bisher vorhanden. Zumindest ersteres schafft es ja bald ins reguläre Fernsehprogramm, sodass ich eventuell eine Folge pro Woche schauen kann... naja, um es kurz zu machen, ich liebe diese Serie! (siehe die bisherigen Erwähnungen davon auf meinem Blog, ich kann einfach nicht aufhören zu schwärmen, es tut mir sehr leid) Insbesondere Nicks und Jess Beziehung empfinde ich als wahnsinnig spannend und interessant, aber selbst wenn ich die beiden nicht vergöttern würde - alles an dieser Serie ist faszinierend. Man kann sich wahnsinnig gut in alle Charaktere hineinversetzen, da sie sehr facettenreich sind und auf vielen verschiedenen Ebenen gezeigt werden. Sie machen Mist, sie lieben, versagen und lachen... sie fühlen sich echt an. Ich denke das ist es, was "New Girl" so auszeichnet. Nicht nur trifft der Humor einfach meinen Geschmack, ich habe auch das Gefühl, emotional wirklich in der Geschichte zu sein auf eine Art, wie es nicht einmal "How I Met Your Mother" oder "Friends", meine bisherigen positiven Sitcom/Comedyerfahrungen, geschafft haben.

DESIGNATED SURVIVOR (Staffel 1 Folge 13 und 14)
Huh, ich mag die Richtung der Geschichte immer noch sehr gern. Insbesondere, das der arme Aaron mal eine Pause bekommt. Er ist mir ja wirklich sehr schnell ans Herz gewachsen und auch wenn ich ihn nie verdächtigt habe, war es sehr spannend und gleichzeitig wirklich traurig wie es alle anderen (verständlicher Weise) taten. Ich fange auch an, die FBI-Agentin Hannah und ihre Interaktion mit Tom Kirkman immer mehr zu mögen. Ich freue mich auf weitere Verstrickungen, nachdem jetzt ja zumindest ein Teil der Hintergründe des Anschlags erkundet wurden - so wie auch die dubiose Ernennung des Designated Survivors!

RIVERDALE (Staffel 1 Folge 9 und 10)
Auch hier habe ich mich mal zum aktuellen Serienstand vorgearbeitet. Zwei ganz gute Folgen, auch wenn mich die Serie nicht komplett vom Hocker haut gefällt sie mir doch ganz gut. Vor allem schön zu sehen ist, wie ausgewogen alle Hauptfiguren inzwischen im Rampenlicht stehen, und mir gefällt wie die Beziehungen zwischen den Figuren ausgetestet werden. Insbesondere auf Cheryls Rolle in der weiteren Geschichte bin ich gespannt, da sie sich teils sehr widersprüchlich und unberechenbar verhält - was sie eigentlich vorhat wäre ja mal interessant zu erfahren. Von den wichtigeren Figuren ist sie die einzige, die ich immer noch nicht einordnen kann...

Donnerstag, 20. April 2017

[Short-Short] Das Geheimnis des kupferroten Toten

Autor: Alan Bradley
Seiten: 29
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-641-18906-8

Worum geht's?

Ein Fall für Flavia de Luce - die bezauberndste Detektivin Englands!

»Mord! Komm sofort her«, steht in dem Brief, der Flavia an einem Sonntagmorgen in ihrem Zuhause Buckshaw zugestellt wird. Wie könnte die elfjährige Hobbydetektivin einer derart dringlichen Bitte widerstehen? Mit ihrem treuen Fahrrad Gladys macht sie sich auf zum Internat Greyminster, das schon ihr Vater besuchte. Nebelumwabert ragt das altehrwürdige Gemäuer vor ihr auf, doch der Fund, der sie in einem der Badezimmer erwartet, ist noch unheimlicher: In der Wanne liegt ein nackter toter Mann, der Körper überzogen mit einer Kupferschicht ... Chemikerin Flavia ist in ihrem Element!

Quelle

Wer ist der Autor?

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

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Wie fand ich es?

Nach langer Wartezeit endlich wieder ein Mordfall aus der "Flavia de Luce"-Reihe - wenn auch nur ein ganz kurzer diesmal. Ein wenig zu kurz für mich, aber glücklicher Weise erscheint ja auch bald der achte Band dieser Reihe. Darauf bietet diese Kurzgeschichte einen schönen Vorgeschmack.

Flavia ist wie immer eine sympathische Hauptfigur, clever und zielstrebig, und alles andere als unfähig oder hilfsbedürftig, auch wenn sie kaum ein Teenager ist. Hin und wieder zeigt sich dennoch erfrischender Weise, auch auf diesen wenigen Seiten, dass sie gerade einmal elf Jahre alt ist. Lesespaß ist mit ihren Geschichten eigentlich immer garantiert, gerade weil sie eine so perfekte Mischung aus Kind und fähiger Detektivin ist!

Spannend ist der Fall des kupferroten Toten auf jeden Fall! Genauso wie erneut chemisch beängstigend akkurat (zumindest was meine Kenntnisse auf diesem Gebiet betrifft, von denen ich deutlich mehr vertragen könnte), und dadurch noch packender.

Die große Wendung am Ende habe ich wirklich nicht vorher gesehen, und je weiter die Ermittlung voran schritt, desto drängender wurde in meinem Kopf die Frage wie man es nur in so kurzer Zeit auflösen will, was sich als so kompliziertes Drama anbahnte. Aber es wurde vermieden alles einfach "aus dem Nichts" her aufzuklären und es gab durchaus eine logische Schlussfolgerung, die schließlich zur Lösung des Falls führte. Elegant gelöst!

Ein spannender kleiner Ausflug in die Welt von Flavia de Luce - wer ihre Abenteuer ebenso vermisst wie ich, sollte sich diese gratis Kurzgeschichte ganz schnell herunterladen und sie direkt verschlingen! Ich freue mich schon sehr auf "Mord ist nicht das letzte Wort"!

 Sterne

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den blanvalet Verlag und das Bloggerportal Randomhouse!

Dienstag, 18. April 2017

Emily lives loudly

Autorin: Tanja Voosen
Seiten: 340
Verlag: Carlsen Impress
ISBN: 978-3-646-60072-8

Worum geht's?

Verliebe dich in den besten Freund deines Bruders! Ausgerechnet über dieses Klischee möchte die siebzehnjährige Emily einen Film drehen. Und ganz klar selbst die Hauptrolle darin übernehmen. Nicht so klar ist allerdings, was daraufhin passiert. Wer könnte denn auch ahnen, dass Klischees nicht immer klischeemäßig verlaufen und dass dunkle Geheimnisse selbst dann ans Licht kommen, wenn man es mehr als alles andere verhindern will … Und wieso taucht Austin, der gutaussehende, aber absolut nicht vertrauenswürdige Bad Boy der Schule, plötzlich überall da auf, wo Emily ist? Aber ihr Blog heißt ja nicht umsonst »Emily lives loudly« und ist der perfekte Ort, um das alles sich und den anderen zu erklären.

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Wer ist die Autorin?

Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum.

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Wie fand ich es?

Von Tanja Voosen wurde ich mit "Wohin der Sommer uns trägt" ja sehr überzeugt. Deshalb war ich sehr gespannt auf weitere Werke von ihr und "Emily lives loudly" sprach mich direkt an. Überzeugt wurde ich dann auch direkt wieder!

Die Protagonistin Emily ist alles andere als die normale Young Adult Protagonistin, die sich verliebt und darum dreht sich dann ihre ganze Geschichte. Sie würde das lieber etwas anders angehen und die Geschichte selbst ein wenig schreiben. Ihr ganzer Hintergrund einen Film über ein Klischee zu drehen - und das dabei wohl ein wenig in den Dreck zu ziehen - macht schon deutlich, dass sie ihren Bloggernamen lebt. Emily lebt laut, und nach ihren eigenen Regeln.
Das macht sie wirklich interessant, vor allem da sie auch noch andere charakterliche Facetten zeigt zum Beispiel im Umgang mit ihrem Bruder und ihren Freundinnen. Sie ist zwar durchgehend witzig und tough, aber auch viel mehr als das. Das sie gleichzeitig noch ein schwer zu ergründender Charakter ist, steigert die Spannung während die Geschichte voranschreitet.

Der Humor ist einer der großen Pluspunkte der Geschichte der über manche kleinen Makel hinweg täuscht. Die Figuren harmonieren alle sehr gut miteinander, speziell in der Familie der Protagonistin. Auch ihre jeweilige Verbindung zu ihren "Love Interest"s - genauer werde ich an dieser Stelle nicht werden um nicht zu spoilern - fühlt sich authentisch an. In punkto zwischenmenschliche Beziehungen hat das Buch wirklich geglänzt!

Die Geschichte beginnt an einem Punkt, entwickelt sich dann jedoch in Richtungen mit denen ich vorher nie gerechnet hätte. Teilweise saß ich vor diesem eBook völlig geschockt von der letzten Wendung, mit so vielen Fragezeichen im Kopf, dass ich es kaum erwarten konnte weiterzulesen. Spannung aufzubauen schafft die Autorin mühelos, nach einem ruhigeren Anfangsabschnitt zur Einführung der Figuren und der Situation. Auch wenn mich die Sprünge in die Vergangenheit teils verwirrten, schlussendlich war ich einfach begeistert von allem, was sich aus einer an sich simpel wirkenden Geschichte entfaltete.

Eine wunderbare, spannende Geschichte voller Wendungen, sympathischen Figuren und einem knackigen Humor, der von der natürlich wirkenden Dynamik der Charaktere angeheizt wurde. Die Geschichte hatte etwas wahnsinnig echtes an sich, auch wenn mich manche Sprünge der Charaktere erst eher unangenehm verwirrten als begeisterten, auch wenn sich das mit der Zeit sehr positiv entwickelte.

Voller Witz und Überraschungen! Dies wird garantiert nicht mein letztes Buch von Tanja Voosen gewesen sein!

 Sterne

Montag, 17. April 2017

[Gesehen] Woche #3

Ich hatte schon überlegt, für diese Woche den Post wegzulassen da ehrlich gesagt nicht viel in dieser Hinsicht passiert ist, was ich nicht auch nächste Woche noch hätte erwähnen können. Da ich gerade nicht zuhause bin sondern meine Ferien voll ausnutze und Urlaub mache, komme ich ohnehin nicht viel zum Schauen beziehungsweise rewatche "nur". Aber da ich jetzt einmal ein bisschen Freizeit hatte, wollte ich die Zeit nutzen und euch doch noch Bericht erstatten was ich so gesehen habe. Zwei Fox Comedies genau genommen...

NEW GIRL (Staffel 1 Folge 1 bis Staffel 3 Folge 3)
Ja, ich bin deutlich weiter gekommen, habe aber noch einmal angefangen, da ich die Serie mit meiner Cousine rewatche bzw. weiterverfolge. Ich bin unglaublich begeistert mittlerweile, eine der besten Comedyserien die ich bisher gesehen habe! Selten habe ich so abgefuckt-verrückte und gleichzeitig wirklich liebenswerte Charaktere gesehen! Die Serie nicht ins Herz zu schließen halte ich für unmöglich, wenn man ausgefeilte Figuren mit interessanten Hintergründen und Entwicklungen zu schätzen weiß, deren Dynamik sich nicht innerhalb von zwei, drei Folgen erschließt. Wahnsinnig gut mit dem gewissen Etwas!

BROOKLYN NINE-NINE (Staffel 1 Folge 1 bis Folge 3)
Diese Serie haben mir bereits viele empfohlen, daher wollte ich mich mal an ihr versuchen. Neben New Girl verblasst sie bisher noch ein wenig, dennoch bin ich durchaus fasziniert und besonders viel habe ich ja noch nicht gesehen. Weiter verfolgen werde ich sie definitiv, und auch wenn manche Charaktere wirklich aus dem Raster fallen und mich sehr interessieren, fehlt mir zwar nicht das gewisse Etwas aber bisher noch etwas das... Herz der Show? Das Gefühl für die Show? Aber ich bin mir sicher das liegt daran, dass ich noch nicht wirklich drin in der größeren Geschichte bin und bisher die Charaktere noch nicht komplett fassen kann.

Sonntag, 9. April 2017

[Gesehen] Woche #2

So, und das zweite Mal habe ich nur Serien zu bieten, keine Filme. Ich schaue generell mehr Serien als das ich Filme schaue, nur so für die Zukunft. Mir gefällt einfach der enorm größere Spielraum in Bezug auf Charaktertiefe und die Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber ich will gar nicht weiter schwafeln - sehen wir uns an was ich so diese Woche gesehen hab!

ARROW (Staffel 1 Folge 9 bis Folge 14)
Langsam fange ich wirklich an die Serie richtig toll zu finden! Besonders das Felicity immer mehr vorkommt gefällt mir, sie bringt ein bisschen Witz in die Serie, zu der ganzen Dramatik fehlte mir da bisher irgendwie ein "leichteres" Gegengewicht. Ich hätte es wirklich nicht erwartet, aber ich bin insgesamt gespannt, wo diese Serie noch hinführt. Bisher ist die Serie noch ein wenig in der "Handlungsstränge zu einem Knäuel verarbeiten" Phase, ich hoffe, das klärt sich noch alles auf... ich sollte wirklich eine Liste an "Was??"-Momenten aufstellen um den Überblick zu behalten was für Antworten mir die Serie noch so alles schuldet.

DESIGNATED SURVIVOR (Staffel 1 Folge 12)
Meine wöchentliche Folge Riverdale habe ich zwar bisher noch nicht gesehen, dafür habe ich aber diese Serie ganz aktuell verfolgt und wurde wieder begeistert! Die Richtung die sich vor allem mit den letzten Szenen andeutet ist wirklich überraschend und die ganze Wer-steckt-hinter-dem-Anschlag-Frage wird wohl spannender als gedacht gelöst. Bisher habe ich noch überhaupt keinen Verdächtigen - auch weil ich eigentlich alle Figuren zu sympathisch und glaubhaft finde um ihnen so etwas zuzutrauen.


NEW GIRL (Staffel 1 Folge 1 bis Folge 24)
Und auch eine ganz neue Serie habe ich angefangen, um mir das Warten auf Staffel 2 von Sense8 noch ein bisschen zu vertreiben. Nachdem jetzt auch die sechste Staffel komplett erschienen ist und es ein zufriedenstellendes Kann-man-mit-leben-Ende zu geben scheint, habe ich der Serie einmal eine Chance gegeben. Nach How I Met Your Mother und Friends hat mir irgendwie ein wenig Comedy gefehlt, und auch wenn das eher im Einzelfall mein Genre ist - mit dieser Serie habe ich da den Jackpot gelandet. So überzeugt wurde ich, dass ich die erste Staffel direkt in einem Rutsch durchgesehen habe. Wunderbare Chemie zwischen den Charakteren (speziell Nick und Jess, oh mein Gott, ich liebe die beiden als individuelle Charaktere und zusammen!), und insgesamt eine tolle Mischung aus ernst-charaktertief und frisch-frech-völlig-absurd-witzig!

Sonntag, 2. April 2017

[Gesehen] Woche #1

Ein neues Format, ihr seht richtig! Der April kommt, und mit ihm neue Bewegung auf diesen Blog. Neben dem kommenden Buchmessebericht, sowie natürlich Rezensionen, habe ich vor ein klein wenig auch abseits von Büchern zu empfehlen (oder gegebener Maßen auch nicht) was Serien und Filme betrifft. Die "Idee" habe ich von dem Blog Books on Fire, den ich schon sehr lange mit Begeisterung verfolge. Die Bloggerin, Sarah, schreibt dort schon länger Serienwoche-Posts, sowie Netflix-Monat-Beiträge. Ich liebe diese Posts und lasse mich gerne davon zum Schauen animieren.
Ich liebe Geschichten in jeder Form. Ob sie sich über Bücher, Serien, Filme, Hörbücher,... in mein leben schleichen, könnte mir nicht egaler sein. Und in letzter Zeit schaue ich fast mehr als das ich lese (was daran liegen könnte das ich seit etwa Anfang des Jahres ein Netflix-Abo hab... es macht süchtig!). Dabei stoße ich immer wieder auf so tolle Geschichten, dass ich sie ab jetzt einfach mit euch teilen will. Ach ja, und ich versuche so wenig wie möglich zu spoilern, wer jedoch selbst bei Andeutungen zum Verlauf der Handlung schon die Krise kriegt, sollte einfach aufpassen, wo in einer Serie ich mich gerade befinde - Staffel und Folge wird natürlich immer mit genannt. Bei Filmen werde ich definitiv nicht mehr als den "Klappentext"-Inhalt angeben.

ARROW (Staffel 1 Folge 1 bis Folge 8)
Arrow, Arrow, Arrow. Wenn man sich auf Seiten wie tumblr herumtreibt, kommt man um diese Serie echt nicht herum, sie ist irgendwie überall. Nun, bisher konnte ich ihr entkommen - was Superhelden betrifft, war ich mehr zufallsbedingt immer ein Marvel-Mensch xD Aber jetzt wo bis zur vierten Staffel die Folgen auf Netflix vorhanden sind, habe ich mal mit Schauen begonnen und bisher gefällt es mir ganz gut. Noch ist die Richtung der ganzen Angelegenheit noch nicht ganz abzusehen, aber Oliver Queen hat definitiv einen gewissen Charme, so wie viele der Nebencharaktere. Weiterschauen werde ich definitiv!

SENSE8 (Staffel 1 Folge 4)
An dieser Stelle - schätzt das x oben rechts auf der Seite. Seid froh, dass ihr mich nicht im "echten" Leben ohne höfliche Loswerdmöglichkeit am Hals habt. Wenn hätte ich euch nämlich längst über diese Serie vorgeschwärmt. Sie ist mehr ein unglaubliches Erlebnis als eine Geschichte. Es gibt Figuren von den unterschiedlichsten Orten - Südkorea, Indien, Kenia, Mexiko, USA, Island und ja, auch aus Deutschland und allgemein hat sie echt Diversität in Bezug auf Kultur, sexuelle Orientierung, Geschlecht, etc. zu bieten. Die Serie braucht eine Weile um in Fahrt zu kommen und hat weniger einen direkten roten Faden als acht verschiedene Handlungen die miteinander nur über die Figuren verknüpft sind. (Außerdem, vielleicht nicht die Serie die man mit seiner Familie ansehen sollte - auch wenn ich sie gerade mit meiner Mutter noch einmal schaue. Die Serie ist in Bezug auf sowohl Gewalt als auch Sex recht direkt.) Speziell die Message dahinter sollte jedoch jeden ansprechen - wir sind alle miteinander verknüpft, und die intensivste Erfahrung des Menschseins läuft über gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft.

RIVERDALE (Staffel 1 Folge 5 bis Folge 8)
Schon seit erstem Erscheinen ist mir die Serie immer wieder aufgefallen. Viele waren begeistert, viele nicht aufgrund der Unterschiede zu den Comics. Dazu kann ich gar nichts sagen, denn in punkto Comics bin ich ein völlig unbeschriebenes Blatt. Dasselbe gilt ganz nebenher für Mangas. Tja, für sich genommen gefällt mir die Serie ganz gut. Einige Stellen wirken etwas platt und auch hier fehlt mir noch so ein gewisser roter Faden (der mir hier auch wirklich auffällt), aber die Atmosphäre der Serie, sowie der Schnitt und die ganze Aufmachung haben etwas Faszinierendes, auf eine ansprechende Art Überdramatisierendes. Mal sehen wie sich das noch entwickelt!

DESIGNATED SURVIVOR (Staffel 1 Folge 11)
Hier bin ich, wie bei Riverdale, jetzt auf dem aktuellen Stand und darf - W.A.R.T.E.N. Ich hasse es. Bin leider kein geduldiger Mensch meine Lieben. Vor allem da mir diese Serie wirklich gut gefällt. Sicher nicht perfekt und mit ein paar ungeschliffenen Kanten aber alles in allem fesselnd. Normaler Weise sind politische Dramen nicht so mein Ding, doch hier sind auch die Charaktere wirklich facettenreich und sympathisch, und interagieren auf interessante Weise.

DIE MÜNZRAUB-AG
Vor einer Weile sah ich den Trailer dieses Films, erkannte Sasha Pieterse (eine der Hauptdarstellerinnen, mir und vielleicht auch euch bekannt aus Pretty Little Liars). Insgesamt war "Die Münzraub-AG" anders als erwartet. Erst gefiel mir die Richtung der Geschichte nicht ganz, der Fokus verschob sich und ich war mir nicht sicher, was ich von dieser Wendung halten sollte. Schlussendlich empfand ich den Film jedoch als gar nicht so schlecht und eine gute Unterhaltung für einen Nachmittag.

TREVOR NOAH: AFRAID OF THE DARK
Ich bin ein großer Fan von vielen politischen Comedy-Shows, Kabarett, allem was es in diesem Bereich so gibt. Trevor Noah war mir schon vorher ein Begriff durch die amerikanische Variante der heute Show. Und mir "Afraid of the Dark" hat er mich durchaus überzeugt. Sehr witzig und sehr relevant! Wer sich für so etwas begeistern kann, viel Spaß! (Es gibt deutsche Untertitel auf Netflix, keine Synchronisation, wer damit ein Problem hat und kein Englisch kann hat leider Pech gehabt.)

Soul Seeker: Im Namen des Sehers

Autorin: Alyson Noel
Seiten: 416
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48198-9

Worum geht's?

Müssen sie ihre Liebe opfern, um die Welt zu retten?

Daire Santos ist eine Seelensucherin, bestimmt, zwischen den Lebenden und den Toten zu wandeln, um das Gleichgewicht der Welten aufrechtzuerhalten. Doch es gibt einen mächtigen Gegenspieler, der immer wieder versucht, sie auszulöschen. Nun hat er sie in die Oberwelt verbannt, getrennt von ihrer großen Liebe Dace. Aber Daire kann sich befreien und macht sich auf die Suche nach Dace. Denn nur zusammen können sie die Prophezeiung verändern, die ihnen eine Zukunft in abgrundtiefer Finsternis vorhersagt.
Alles über Alyson Noël und ihre Serien EVERMORE, SOUL SEEKER und RILEY
www.alyson-noel.de

Quelle

Wer ist die Autorin?

Alyson Noël ist eine preisgekrönte Autorin, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat. Mit ihren Serien »Evermore« und »Soul Seeker« stürmte sie auf Anhieb nicht nur die internationalen, sondern auch die deutschen Bestsellerlisten und eroberte unzählige Leserinnenherzen. Die Übersetzungsrechte für ihre Bücher wurden bisher in 35 Länder verkauft und auch die Filmrechte schnell vergeben. Alyson Noël lebt in Laguna Beach, Kalifornien.

Weitere Informationen auf www.alyson-noel.de / www.alysonnoel.com und auf facebook.

Quelle

Wie fand ich es?

ACHTUNG! DRITTER TEIL EINER REIHE! EVENTUELL SPOILER!

Hach ja, irgendwann vor einer gefühlten Ewigkeit begann ich diese Reihe ja einmal. Das ist inzwischen schon gefühlte Jahre her (gut, wahrscheinlich nicht nur gefühlte). Dennoch ist mir noch ganz gut im Gedächtnis geblieben was ich davon gelesen hatte, die Grundzüge der Geschichte, etc.

Allzu viel war in Buch 2 andererseits auch nicht passiert, zumindest schlich sich das Gefühl bei mir ein, nachdem ich auch die Fortsetzung gelesen hatte. Irgendwie hatte ich während der Lektüre die ganze Zeit das Gefühl, die Geschichte steckt ein wenig fest, auch wenn rein faktisch schon einiges passierte. Zum Beispiel Daires Zeit in der Oberwelt empfand ich anfangs als wirklich faszinierend, genauso wie Daces Schicksal, doch wurden die Handlungsstränge zu schnell gelöst und dann hatte das Buch bis ganz zum Ende nicht mehr viel zu bieten. Ich konnte einfach nicht groß mitfiebern.

Dabei gefielen mir die Figuren größtenteils. Ich konnte mich mit Dace nicht mehr ganz so anfreunden, aber Daire und ihre Interaktionen mit Figuren (meist wenn die nicht Dace waren) konnten mich auch oft überzeugen. Speziell ihre Verbindung zu ihrer Großmutter und dabei eine spezielle Szene die ich allerdings nicht spoilern würde, konnte mich wirklich berühren. Das Daires Freunde eine größere Rolle spielten, allen voran Xotichl, brachte zwar auch nicht viel Action in die Handlung, dafür aber wenigsten ein wenig Witz und ein leichteres Gefühl als Daces oder Daires Teil der Geschichte. Deren Tragik brauchte, auch wenn sie sich mit der Zeit deutlich in unnötige Länge zog, einfach ein Gegengewicht, ein Aspekt der "Im Namen des Sehers" gut gelang.

Auch der Schreibstil lässt sich eigentlich lobend erwähnen. Alyson Noel hat einen angenehmen, schlichten Stil, dem man einfach folgen kann und der einen in die Geschichte zieht, auch wenn man emotional nicht wirklich verknüpft mit der Handlung ist. Dennoch fühlt man sich sehr als passiver Zuschauer und als ich das Buch zuschlug hatte ich ein wenig von einem "Huh, ich wüsste schon ganz gern wie es ausgeht, aber schlaflose Nächte werde ich definitiv nicht haben"-Gedanken im Hinterkopf.

An Kreativität mangelt es der Autorin ebenfalls nicht, und einige neue Ideen bezüglich der Kräfte von Daire sowie der ihrer Gegner (alten und neuen) waren ansprechend, wurden jedoch meiner Ansicht nach nicht konsequent genug durchgesetzt. Speziell was die Antagonisten betraf wurde es zwar gegen Ende endlich aufregend, doch irgendwie war die Lösung des Konflikts ein wenig knapp und kam aus dem Nichts. Dennoch bleibt Cade weiterhin ein wirklich böser Gegner, der im vierten Band wenn es hoffentlich wirklich mal Alles oder Nichts und Alle gegen Daire von Anfang bis Ende heißt damit vielleicht auch durchweg Spannung in die Geschichte bekommt.

Insgesamt eine solide Fortsetzung die mit größtenteils lieb gewonnenen Charakteren weiterhin punkten kann, und auch kreative neue Ansätze einbringt. Leider fehlte mir oft die Spannung, die Handlung zog sich, und die Geschichte schaffte es mit fortlaufender Seitenzahl immer weniger, mich emotional zu erreichen. Gut zu lesen, doch an zu vielen Stellen nicht überzeugend. Ich werde die Reihe dennoch auf jeden Fall beenden, vielleicht werde ich da ja positiv überrascht?

 Sterne

Freitag, 31. März 2017

Was war los im März?

Der März war nicht nur der Buchmesse-Monat - Bericht folgt noch, ihr dürft gespannt bleiben, auch wenn ich es leider nur einen Tag hin geschafft habe. Er war auch ein ziemlich guter Lesemonat, auch wenn es mir gesundheitstechnisch nicht so gut ging, ich fast eine Woche nicht zuhause war und sich langsam wieder der Stress anschleicht so gegen Monatsende. Doch, ich bin zufrieden, auch wenn ich mit Rezensionen ein wenig hinterher hänge.

GELESEN
- Terry Pratchett - Dem Tod die Hand reichen [ReRead]
- Erin McCarthy - Close up: Erregende Nähe
- Kerstin Gier - Silber: Das zweite Buch der Träume
- J.K. Rowling - Quidditch im Wandel der Zeiten
- Kerstin Gier - Silber: Das dritte Buch der Träume
- Tanja Voosen - Wir sehen uns GESTERN
- Alex Gino - George
- Rick Riordan - Percy Jackson 1 Diebe im Olymp (Hörbuch) [ReHeard]

GESCHRIEBENE REZENSIONEN
- Erin McCarthy - Close Up: Erregende Nähe
- Kerstin Gier - Silber: Das zweite Buch der Träume
- Susan Ee - Angelfall: Tage der Dunkelheit
- Alex Gino - George

George

geschrieben von: Alex Gino
Seiten: 208
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-7373-4032-8

Worum geht's?

Sei, wer du bist!
George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen.
›George‹ erzählt einfühlsam und unprätentiös vom Anderssein und ermutigt, den eigenen Weg zu gehen. Der erste Kinderroman zum Thema Transgender, der auch ältere Leser fesseln wird und der die Botschaft vermittelt: Sei, wer du bist!

Quelle

Wer schrieb dieses Buch?

Alex Gino, geboren und aufgewachsen in Staten Island, New York, mag die Natur und Geschichten, die die Vielfalt des Lebens widerspiegeln. Heute lebt Alex Gino mit Partner und zwei Katzen in Kalifornien, USA. Alex Gino ist seit über zwanzig Jahren in der queeren und transgender Bewegung aktiv. Persönliche Erfahrungen und das Wissen, dass transgender Kinder Romane brauchen, die sie bestärken und ihnen Mut machen, waren der Anlass ›George‹ zu schreiben.

Quelle

Wie fand ich es?

"George" hat einen langen Weg bis zu mir gehabt. Zuerst darauf wirklich aufmerksam geworden bin ich darauf durch Saskias Rezension auf ihrem Blog Sixth Chapter (hier zu finden). Wie sie schreibt, dieses Buch ist "sehr überraschend" - genauso wie die Tatsache, dass ich es nach ihrem Lob (so wie dem vieler anderer Rezensenten) nicht sofort gekauft habe. Mehr auf die Wichtigkeit des Themas gestoßen hat mich die Serie sense8, die wie "George" einen transgender Hauptcharakter hat. Als ich dann auch noch las, dass das Buch auch von John Green empfohlen wird... ja, wäre es ein glattes Verbrechen gewesen, es nicht mitzunehmen als es mir in die Hände fiel.

Die Lektüre hat diese Annahme nur bewiesen. Dieses Buch ist von der ersten Seite an absolut offen mit seinem Leser, zieht einen mit in die unsichere Kindheit eines missverstandenen Mädchens - nicht begriffen von seinem Umfeld aber auch selbst unsicher. George, oder besser Melissa, ist eine interessante Figur die zunächst eindimensional wirkt. Ich mochte sie zwar definitiv und konnte auch sehr gut mit ihr mitempfinden, doch wirkte sie mir anfangs teils zu eindimensional. Warum?

Nun, das Buch prangert unter anderem die verfahrenen Geschlechterrollen unserer Gesellschaft (völlig gerechtfertigt) an. Dennoch wird George als jemand gezeigt, der sich darüber als Mädchen definiert Rosa zu mögen und sich allgemein gern wie das Klischee eines Mädchens zeigen würde. Dies verwirrte mich zunächst ein wenig, genauso wie offenbar auch andere Rezensenten bis mir eins klar wurde - sie weiß nicht, wie wenig dies mit "echtem" Mädchensein zu tun hat, das zweifellos viel vielschichtiger und differenzierter ist. Sie wäre so gern ein Mädchen, und würde es so gern der Welt zeigen um sich selbst so fühlen zu können, und so wahrgenommen zu werden, dass sie sich auf dieses Bild fixiert. Dieses Bild, das die Gesellschaft offenbar von Mädchen hat. Rosa, Kleid, Prinzessin. Jedenfalls ist dies meine Interpretation. Ab dem Zeitpunkt wo ich dies für mich feststellte, konnte ich das Buch noch ein Stückchen mehr genießen, da es Georges Charakter noch facettenreicher, tragischer und authentischer wirken ließ.

"George" kann außerdem mit rührenden zwischenmenschlichen Beziehungen aufwarten. Die Bindung zwischen Georges Familie, sowie die Freundschaft zu ihrer besten Freundin Kelly schaffte es das Buch noch aufzuwerten. Man konnte bei ihren Interaktionen mitempfinden und wirklich zwischen den Zeilen spüren, was die Figuren verbindet. Das zwar nicht beschönigt wurde wie verständnislos man heute noch in Bezug auf transgender Menschen reagiert, wie sie zu kämpfen haben als sie selbst anerkannt zu werden, aber dennoch nicht nur alles traurig und deprimierend verlief, war auch ein wirklich willkommener Schachzug. Es gibt auch lustige Stellen, Begegnungen voller Verständnis, Zusammenhalt - insgesamt positive Gegenpole zu dem ernsten Thema. Dadurch fühlte sich das Buch wirklich wie ein kleines Stück Leben an, das dem Leser ein Stückchen Hoffnung auf ein Happy End, einen Platz und einen Weg für jeden gab - egal welchen Geschlechts.

"George" ist als Kinderbuch konzipiert und genau dieser Altersgruppe kann ich es auch nur besonders empfehlen! Sowohl weil es unglaublich wichtig für Kinder wie die Protagonistin ist, sich verstanden zu fühlen - und selbst verstehen zu lernen - als auch weil es essentiell ist, dass alle anderen tolerant aufwachsen. Und dies geschieht nun einmal durch vorleben, durch die Akzeptanz als Normalität, durch Information und Aufklärung. Doch auch an alle älteren Leser kann ich diesen Roman wirklich empfehlen. Er ist schmerzhaft rührend und bleibt einfach in Herz und Gedächtnis!

 bis Sterne

Sonntag, 19. März 2017

Angelfall: Tage der Dunkelheit

Autorin: Susan Ee
Seiten: 448
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-31748-2

Worum geht's?

Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?

Quelle

Wer ist die Autorin?

Susan Ee war zunächst Anwältin, bevor sie beschloss, ihre Leidenschaft für die Literatur zu ihrem Beruf zu machen. Sie studierte Kreatives Schreiben in Stanford und Clarion West und arbeitet nun als Autorin und Filmemacherin. Sie lebt in San Francisco, Kalifornien.

Quelle

Wie fand ich es?


ACHTUNG! ZWEITER TEIL EINER REIHE! EVENTUELL SPOILERGEFAHR!

"Angelfall" hinterließ den Leser in einer völlig zerstörten Welt, die doch wieder ein klein wenig ins Lot geraten zu sein schien - Penryns Familie war wiedervereint. Dass dies jedoch nur der Anfang des Grauens der Apokalypse war, ist nicht weiter überraschend.

Um emotionale Momente zu erzeugen weiß die Autorin sehr gut mit Subtilität zu arbeiten, wodurch man mitfühlt, ohne das überdramatisiert wird oder die eigentliche Handlung in Vergessenheit gerät, dies fiel mir bereits im ersten Buch auf das ich von ihr las. Speziell Penryns Reaktion auf die Veränderungen die mit ihrer Schwester geschahen, und deren Ergründung ein großer Aspekt dieser Fortsetzung ist, war gleichzeitig beeindruckend authentisch und ein heftiger Schlag in die Magengrube.

Die Beziehung zwischen Penryn und Raffe, diesmal in ein wenig kleinerem Umfang Teil der Geschichte, weiß weiter zu überzeugen. Die Szenen der beiden bleiben rar gestreut und ihre Interaktion authentisch in ihrer Entwicklung. Die beiden werden nicht auf ihre Anziehung zueinander reduziert, dennoch kann man mitempfinden, wie nahe sie sich stehen. Auch die Bindung zwischen Penryn und ihrer komplizierten Familie bleibt insgesamt interessant und nachvollziehbar, und ich bin speziell in Bezug auf ihre Mutter gespannt, wohin die Geschichte führen wird.

Aber natürlich kommt auch die Apokalypse nicht zu kurz. Ein paar Handlungsstränge werden aufgelöst, die meisten jedoch weiter miteinander verstrickt. Langsam zeichnen sich die Hintergründe der Engel ab, was sie als Gegner jedoch nicht weniger bedrohlich macht. Die Stimmung bleibt düster und eine scheußliche Erkenntnis über die finsteren Pläne von Penryns Gegnern folgt auf die andere. Die Geschichte zieht Konsequenzen aus sich selbst, nichts wird schön geredet.

Besonders überzeugt haben mich neben den Kampfszenen auch die Umstände, unter welchen die Überlebenden sich durch die von Engeln zerstörte Welt schlagen. Wer "Die 100" gesehen hat, kann sich vorstellen was ich meine. Gleichzeitig zu überleben und nicht ein Stück seines Mitleids, seiner Menschlichkeit und Gnade zu verlassen scheint manchmal unmöglich. Es wird nicht moralisch schwarz und weiß gemalt, sondern Zwischenstufen werden gelebt in einer Welt ohne Kompromisse. Dies verschärft die Spannung und bringt gleichzeitig zum Nachdenken - was würde man selbst tun wenn man in Xs Lage wäre?

Eine vielversprechende, spannende Fortsetzung, die die Stärken des ersten Buchs weiter ausbaut und auch mit neuen, vielversprechenden Ideen aufwarten kann! Ich hoffe auch Buch 3 der "Angelfall"-Trilogie wird bald übersetzt!

 bisSterne

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Heyne Verlag und das Bloggerportal Randomhouse!

Freitag, 17. März 2017

Silber: Das zweite Buch der Träume

Autorin: Kerstin Gier
Seiten: 416
Verlag: Fischer FJB
ISBN: 978-3-8414-2167-8

Worum geht's?

Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …

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Wer ist die Autorin?

Kerstin Gier ist Bestsellerautorin und schreibt überaus erfolgreiche Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Leser lieben die Romane besonders für ihren einmaligen Witz, ihren unvergleichlichen Erzählton und ihre perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.

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Wie fand ich es?

ACHTUNG! DIESE REZENSION BEZIEHT SICH AUF BUCH 2 EINER REIHE! EVENTUELL SPOILERGEFAHR!

Gar nicht so wenig Zeit ist vergangen seitdem ich den ersten Teil dieser Reihe verschlungen habe, doch schon nach den ersten Sätzen war ich wieder ganz von Liv und ihren Abenteuern gefangen. Diese Geschichte zu lesen hat wirklich etwas von Träumen - man will gar nicht mehr aufwachen, hat man einmal damit angefangen.

Der Hauptgrund - der unglaubliche Humor den jede Seite einem geradezu ins Gesicht wirft! Das ist keinesfalls negativ gemeint, es war nicht übertrieben, im Gegenteil, einfach perfekt. Ich habe selten bei einem Roman so sehr gelacht, und gleichzeitig so gut mit den Figuren mitfühlen und gespannt auf die nächste Entwicklung lauern können. Dieser Balanceakt ist Kerstin Gier wirklich gut gelungen, und auch wenn tatsächlich handlungstechnisch nicht übermäßig viel passiert, machen dies für mich die Charaktere und der charmante Schreibstil einfach wett. Und davon, dass es überhaupt nicht spannend wurde, kann ja keine Rede sein. Stattdessen wurde Abwechslung geschaffen, und sowohl ernste als auch schlicht witzige Handlungsstränge wechselten sich ab und gingen ineinander über.

Liv ist weiterhin eine wahnsinnig coole Protagonistin, die sich selbst nicht so ernst nimmt, auch mal Blödsinn anstellt, aber sich auch behaupten kann und nie Angst vor einer Herausforderung hat. Was sage ich Angst, sie liebt die Abenteuer immer noch. Dass dies für sie Folgen hatte, genauso wie die Ereignisse des ersten Buchs (und die damit geschaffenen Feinde), machte die Geschichte um einiges authentischer. Auch das ihre Schwester Mia dieses Mal noch ein wenig mehr mit im Vordergrund stand hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe dieses junge taffe Mädchen und wie nahe sich die Schwestern stehen kann man sehr gut nachempfinden und miterleben.

Grayson und Henry gefallen mir weiterhin wahnsinnig gut. Henry... ja, was soll ich groß sagen. Er hat mich wieder begeistert, bleibt ein wenig undurchsichtig, doch seinem Charme kann man einfach nicht widerstehen und was man über ihn in diesem Buch erfährt, macht ihn nur noch faszinierender! (zu ein wenig Kritik zu diesem Aspekt weiter unten). Und Grayson ist ein Charakter mit dem ich mich wirklich schnell anfreunden konnte und er bietet einen guten Gegenpol zu seinen eher impulsiven Freunden, ohne langweilig zu werden. Ich bin gespannt, was für ihn im dritten Band noch wartet, denn auch er wird auf der Abschussliste bestimmter Leute nun höher gerückt sein - dabei wollte er sich aus dem eigentlichen Schlamassel ja heraushalten. Auch dies eine realistische und abwechslungsreiche Seite seiner Figur, denn das Träumen neben vielen Vorteilen auch Nachteile hat ist wohl unbestreitbar.

Über die meisten anderen Figuren will ich gar nicht viele Worte verlieren und am Ende noch zu viel verraten... sagen wir so, man wird einige bekannte Gesichter wiedersehen.

Ich muss allerdings sagen, Jasper (der in diesem Buch lediglich erwähnt wird) hat mir ein wenig gefehlt und Secrecy war ein wenig inaktiver als noch in Band 1, nach ihrem ersten großen Schlag hat sich um sie nicht viel getan. Außerdem blieb mir die Geschichte an einigen wichtigen Stellen - speziell was Henrys Familie und seine und Livs Beziehungsprobleme betraf - ein wenig zu sehr an der Oberfläche. Ich hoffe auf tiefer gehende Erklärungen und eine gründlichere Ergründung von Henry als Charakter im weiteren Verlauf der Geschichte. Denn auch wenn ich ihn als interessanten Charakter empfinde von dem ich gern lese, ist er immer noch ein sehr schwer fassbarer Charakter. Auch wenn das für mich als Leser gar nicht so schlimm ist, sondern sogar stellenweise sehr faszinierend, zu viel davon könnte wirklich nervtötend werden. Ich hoffe, das dritte Buch der Träume macht diesen Fehler nicht.

Dennoch ein wunderbarer Roman, den ich regelmäßig in der Mitte des Textes abbrechen musste, weil ich vor Lachen das Buch nicht mehr halten konnte. Humorvoll, mit liebenswürdigen größtenteils detaillierten und ausgefeilten Charakteren und einem angenehmen Schreibstil. Ich kann das Finale der "Silber"-Reihe kaum erwarten - auch wenn mich der Gedanke ein wenig wehmütig macht, dass diese wunderbare Geschichte schon so schnell wieder vorbei sein soll.

 bis Sterne

Samstag, 11. März 2017

Close up: Erregende Nähe

Autorin: Erin McCarthy
Seiten: 300
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 9783956499852

Worum geht's?

Allein mit einem sexy Bodyguard … Der aufregende neue Roman von New York Times-Bestsellerautorin Erin McCarthy!

Melanie hat genug von Männern! Kurz vor ihrem romantischen Liebesurlaub macht ihr Freund Schluss. Stattdessen schickt er sie mit seinem arroganten Bodyguard Hunter nach Mexiko. Und da wartet schon die nächste Katastrophe auf Melanie: Im Hotel muss sie sich mit Hunter ein Zimmer teilen. Natürlich will sie sich nach der großen Enttäuschung keinesfalls wieder auf einen neuen Mann einlassen – doch die glühende Sonne, der idyllische Strand und ihr muskulöser heißer Begleiter wecken in ihr bald unwiderstehlich sinnliche Fantasien …


Wer ist die Autorin?

Erin McCarthy liebt das Schreiben von Büchern, besonders, wenn Humor, Sinnlichkeit und paranormalen Elementen verbunden werden. Ihre ersten Erfolge erzielte sie als Jugendbuchautorin unter dem Namen Erin Lynn mit der erfolgreichen Fantasy-Serie »Demon«. Mit ihrem Romanen hat Erin McCarthy bereits einige Bestsellerlisten für sich eingenommen und fährt mit ihren »Vegas Vampires« fort. Zusammen mit ihrer Familie lebt McCarthy in Ohio.


Wie fand ich es?

Erin McCarthy ist mir schon länger ein Begriff, allerdings eher ihre New Adult/Young Adult Romane, als die "Close up"-Reihe. Doch irgendwie konnte ich mich nie dazu durchringen mich an ihnen versuchen - welche Leseratte kennt es nicht, dass die angefangenen Reihen ihr oder ihm über den Kopf zu wachsen drohen. Also habe ich mich, glücklicher Weise auch mit Unterstützung des Verlags, einmal an diesem Roman versucht. Auch wenn "Erregende Nähe" ebenfalls Teil einer Reihe ist, so sind sie inhaltlich offenbar völlig unabhängig voneinander.

Der Anfang war ein wenig stockend, und ich brauchte die ersten paar Kapitel um mich in die Welt die die Autorin hier erschaffen hatte hineinzufinden. Nicht ganz unverständlich vielleicht, schließlich beginnt die Geschichte auf einem Flughafen voller nackter Leute. Warum müsst ihr natürlich selbst herausfinden, aber da so ganz ohne Einleitung in die Handlung gesprungen wurde, hat es ein wenig gebraucht, bis ich mich ganz auf den Roman einlassen konnte. Doch es hat sich gelohnt weiterzulesen.

Die Hauptfiguren Melanie und Hunter gefielen mir, sie ein Stückchen mehr noch als er. Dies lag jedoch nicht daran das er keinen glaubhaften Charakter abgegeben hätte oder eindimensional konzipiert wäre, mir ging lediglich wie manchmal auch Melanie seine machohafte Seite auf den Keks. Sie gaben jedoch alle beide interessante Erzähler ab, und es wurde mir auch durch die Er/Sie-Perspektive nicht wie anfangs erwartet erschwert, einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt zu bekommen. Sehr zugesagt hat mir, dem das häufig als Kritikpunkt in solchen Romanen auffällt, dass die beiden nicht gleich von "zum ersten Mal gesehen" auf "große Liebe" nach einer Portion Sex sprangen. Nein, die gegenseitige Anziehung wird nicht mit Liebe gleichgesetzt und auch gegen Ende, als die beiden sich auch emotional näher kommen, baut dies auf gemeinsamer Zeit und tatsächlicher Entwicklung.

Der eine oder andere könnte sicherlich noch aus einem anderen Grund von diesem Buch enttäuscht sein, der mir jedoch zugesagt hat - für einen erotischen Roman "fehlt" die Masse an erotischen Szenen. Versteht mich nicht falsch, es gibt sie, aber weitaus mehr Szenen beschäftigen sich mit den Hauptfiguren, ihrer langsam entstehenden Verbindung, ihren eigenen Schicksalen. Auch wenn die sexuelle Anziehung zwischen ihnen immer mit zu spüren ist, so ist das Buch doch viel mehr als das.

Die Offenheit der beiden Figuren, ihr Zusammenspiel und ihre Ehrlichkeit gegenüber dem jeweils anderen hat sehr dabei geholfen, ihnen ihre Chemie und ihre Gefühle abzukaufen. Man kann geradezu spüren, wie sie in ihrer Interaktion aufgehen und es werden sowohl amüsante als auch ernste Szenen verknüpft. Dadurch kommt nie Langeweile auf, und man lernt auf eine authentische Weise gemeinsam mit ihnen verschiedene Facetten von Melanie und Hunter kennen. 

Insgesamt ein Buch, dass mir überraschend sehr zugesagt hat. Ja, es gab ein paar Mankos, aber welche über die man hinwegsehen konnte und die einen nicht davon abhielten, alles in allem wirklich Spaß beim Lesen zu haben und mit den beiden mitzufiebern. Ich habe nach der Lektüre definitiv vor, noch mehr von Erin McCarthy zu lesen!

 Sterne

Vielen Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars an das HarperCollins Bloggerportal und den Mira Taschenbuch Verlag!

Dienstag, 28. Februar 2017

Was war los im Februar?

Ein recht jämmerlicher Lesemonat, ich gestehe. Erklärungen folgen später, ich bin froh überhaupt Internet genug zu haben diese Statistik zu posten. Am 2.3. ab spätem Nachmittag könnt ihr Ergänzungen und Erklärungen zu diesem Post erwarten.

EDIT: So, ein wenig später als erwartet. Leider war mir vorher nicht möglich ein bisschen mehr zu diesem Lesemonat zu schreiben, der Internetempfang war gelinde gesagt grottig. Nun, dafür jetzt. Es war ein wirklich lesearmer Monat, das muss ich zugeben. Dafür hatte mir das Leben draußen einiges zu bieten, sodass ich es gar nicht so schrecklich finde, kaum zum Lesen gekommen zu sein. Und auch wenn es jetzt wieder stressiger wird, und meine Ferien vorbei sind, habe ich das Gefühl wieder mehr Zeit und Energie in meine Hobbys, auch die Bücher, stecken zu können.

GELESEN
- Susan Ee - Angelfall 2 Tage der Dunkelheit
- Tanja Voosen - Emily lives loudly
- Victoria Scott - Dante Walker 1
- Ingrid Law - Schimmer [ReRead]
- Ingrid Law - Der Schimmer des Ledger Kale [ReRead]
- Tad Williams - Bobby Dollar 1 Die dunklen Gassen des Himmels (die letzten Kapitel)

GESCHRIEBENE REZENSIONEN
- Mona Kasten - Schattentraum: Hinter der Finsternis
- Gavin Extence - Libellen im Kopf
- Denise Deegan - Wer sucht schon das große Glück?
- Tad Williams - Bobby Dollar 1 Die dunklen Gassen des Himmels [Hörbuch]

Freitag, 24. Februar 2017

[Hörbuch] Bobby Dollar 1 Die dunklen Gassen des Himmels

Autor: Tad Williams
Sprecher: Simon Jäger
Länge: 2 CDs/1040 min
Verlag: der Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-1177-2

Worum geht's?

Bobby Dollar ist ein Engel. Als Anwalt kehrt er hin und wieder zur Erde zurück, um die Sterbenden gegen die Mächte der Hölle zu verteidigen und in den Himmel zu geleiten. Dieser Krieg zwischen Himmel und Hölle verschärft sich, als plötzlich eine dritte, unbekannte Macht auf den Plan tritt …

Simon Jäger führt mit seiner unverwechselbaren Stimme Bobby Dollar, seine Mitspieler und Gegenspieler ein und bringt augenzwinkernd die vergrabenen Sünden des Engels zum Vorschein.

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Wer ist der Autor?

1957 in Kalifornien geboren, studierte in Berkeley und arbeitete anschließend in hundert verschiedenen Jobs – als Rocksänger, Schuhverkäufer, Bankmanager, Zeitungsjunge, Radiomoderator, Lehrer –, ehe er mit dem "Otherland"-Zyklus zum bedeutendsten Fantasy-Autor der Gegenwart wurde.

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Wer ist der Sprecher?

Simon Jäger, geboren 1972, ist u. a. die deutsche Stimme von Matt Damon und Heath Ledger. Außerdem arbeitet der gefragte Synchron- und Hörbuchsprecher als Dialogbuchautor und -regisseur. So hat er die Dialogregie für "Collateral" (2004), "Königreich der Himmel" (2005), "Nachts im Museum" (2006), "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" (2006) und "Pirates of the Carribean - Am Ende der Welt" (2007) übernommen. Als Hörbuchsprecher hat er u.a. die Romane von John Katzenbach und Sebastian Fitzek gelesen. Im Hörverlag ist Simon Jäger bereits in "Die dunklen Gassen des Himmels" und "Happy Hour in der Hölle" von Tad Williams zu hören.

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Wie fand ich es?

Über Engel und Dämonen gibt es tausende Romane, Filme, Serien... kurz, das Thema ist schon recht abgenutzt. Dennoch konnte mich diese Adaption der Thematik wirklich überzeugen. Das Engel und Dämonen keine epischen Kämpfe führen (obwohl es auch einiges an Action in dieser Hinsicht gibt) sondern als Anwälte gegeneinander um die Klienten kämpfen, war etwas ganz Neues für mich. Das ganze System ist zwar noch etwas undurchsichtig und was man davon kennt wirkt recht... harsch, aber das ist ja auch nötig damit der Konflikt des Buchs funktioniert. Dennoch würde ich mir für Band 2 einige der aufgeworfenen Rätsel um das ganze Funktionieren von Himmel und Hölle wünschen.

Das ganz Mysteriöse machte die Geschichte aber auch interessant. Auch wenn sich manche Stellen ein wenig ziehen und die Handlung nicht voranzukommen scheint, wird dies durch sehr viele gegenteilige Szenen wettgemacht. Ich konnte mit Bobby mitfiebern, und miträtseln. Und vor allem gegen Ende gab es einige für mich sehr unvorhergesehene Wendungen, auch wenn man sich manche Zwischenschritte zusammenreimen konnte, auf das Endergebnis wäre ich so nicht gekommen. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Geschehnisse weiter entwickeln werden, denn Potenzial hat dieser Ansatz wirklich!

Bobby Dollar als Protagonist lässt mich ein wenig zwiespältig zurück. Einerseits hat er viele wunderbare Qualitäten einer guten Figur - einen speziellen Charme der für einen gewissen Wiedererkennungswert sorgt, viel Gewitztheit und Spontanität. An sich perfekt geschaffen für ein Abenteuer hin und wieder, auch wenn er mit diesem speziellen sicher nicht gerechnet hat. Doch genau dort finden sich schon die ersten Kritikpunkte - ich sah einfach zu wenige Ecken und Kanten dieser Figur. Es sind zwar Hintergründe und Persönlichkeit vorhanden und präsentiert, aber richtig fassen konnte ich die Figur nie. Sollte ich sie im Nachhinein beschrieben, blieben mir zwar grobe Charakterzüge, aber kein vollständiges Bild. Natürlich kann das daran liegen, dass dies der erste Band einer Reihe ist und Bobby noch ausgefeilter präsentiert wird, doch gerade aufgrund der Tatsache das die Ansätze und das Potenzial da sind... hat es mich ein wenig enttäuscht.

Viele andere Nebencharaktere erschienen mir jedoch als überzeugend. Vor allem von Bobbys Freunden Sam und Monica würde ich gern mehr erfahren, und die Interaktionen mit diesen beiden machen auch die meisten meiner Lieblingsstellen des Buchs aus. Gar nicht gut konnte ich allerdings mit der Liebesgeschichte, die mir zu schnell zu viel Raum einnahm. Ich spürte zwischen den Figuren anfangs durchaus Chemie und Potenzial, doch wurde mir dies zunichte gemacht, da ihre tatsächliche Kombination einfach nicht stimmig ist.

Zu überstürzt ertrinken die Szenen der beiden in Gefühlen die wie aus dem Nichts erscheinen, dementsprechend schwülstigen Mono- und Dialogen - verdarben mir grundsätzlich den Spaß an der weiblichen Figur. Wobei ihre Geschichte und ihr Charakter durchaus spannend und facettenreich dargestellt wurde, verlor ich dadurch schnell das Interesse an ihr. Leider muss ich betonen, war ich froh, dass sie nicht zu viel Raum in der Geschichte einnahm wie ich nach der längeren Interaktion der beiden recht in der Mitte der Geschichte befürchtete. Die Handlung schien sich an den entsprechenden Stellen nur noch um sie, Sex und ihre unrealistisch plötzlich aufgetauchten großen Gefühle.

Kommen wir gegen Ende doch noch zu etwas Positivem - dem Humor. Ich habe mich über weite Strecken des Romans wirklich sehr gut amüsieren und oft auch mitlachen können. Auch Simon Jäger, von dem ich bereits tolle Arbeit von "Lady Midnight" (Rezension hier) gewöhnt bin, konnte den ganzen Stil der Geschichte der nun einmal sehr von Bobbys Sarkasmus geprägt ist, authentisch vermitteln. Man kann dem Sprecher sehr gut länger zuhören, da seine Stimme angenehm und auch wandelbar ist, sodass man die verschiedenen Figuren einfach auseinander halten konnte.

Alles in allem ein vielversprechender erster Band! Ich werde die Bobby Dollar Reihe definitiv weiterverfolgen, auch wenn dieser Roman neben vielen Stärken auch seine Schwächen hat. Insgesamt überzeugt er mit Humor, einer interessanten Handlung und einer lebhaften Erzählweise über den Protagonistin, durch die auch bei ausführlicheren Hintergrunderklärungen und einer etwas zähen Handlung nicht schnell Langeweile aufkommt!

 bis Sterne

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an das Bloggerportal Randomhouse und den Hörverlag!

Freitag, 17. Februar 2017

Wer sucht schon das große Glück?

Autorin: Denise Deegan
Seiten: 368
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-31035-9

Worum geht's?

Die 16-jährige Rachel scheint alles zu haben. Den süßesten Freund aller Zeiten, weltbeste Freundinnen und Erfolg in der Schule. Als sie dann auch noch die heiß ersehnte Rolle in einer Soap bekommt, wird ein Traum für sie wahr. Doch auf dem Set muss sie sich ihrer alten Widersacherin Rebecca stellen – und schmerzhaften Erinnerungen, die sie lieber vergessen wollte …

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Wer ist die Autorin?

Denise Deegan ist eine erfolgreiche irische Schriftstellerin, die bereits mehrere Romane für Erwachsene veröffentlicht hat. Sie arbeitet außerdem als freie Journalistin. Nach Wer braucht schon Liebe? und Wer denkt heute schon an morgen? erscheint mit Wer sucht schon das große Glück? ihr drittes Jugendbuch. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Teenageralter in Dublin.

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Wie fand ich es?

Ich bin immer noch so überwältigt von diesem Roman, dass es mir schwer fällt eine Rezension dazu zu verfassen die nicht nur aus "Müsst ihr lesen! Genial, genial, genial!" besteht. Auch die vorigen Bücher dieser Reihe haben mich bewegt und überzeugt, aber ich denke, dieses ist mein Lieblingsbuch. Vielleicht weil es das Finale ist in dem alle offenen Enden zu einem wunderbaren, zufriedenstellenden Abschluss gelangten und man das endgültige Verbleiben (fast aller) Figuren herausfindet?

Ich hatte mich, unerwarteter Weise, auch mit den beiden vorherigen Protagonistinnen wirklich verstanden, die ja ziemlich eigene Charaktere sind. Rachel hingegen fällt eher unkompliziert in die Kategorie "Nettes Mädchen von nebenan", ohne sich von diesem Klischee der freundlichen, hilfsbereiten Freundin völlig einnehmen zu lassen. Sie hat viele Facetten, sowohl Stärken als auch Schwächen, und eine ebenso interessante Geschichte wie ihre Freundinnen.

Doch wie bereits erwähnt, auch deren Geschichten werden weitererzählt, und die Ergebnisse konnten mich teils überraschen. Bei dieser Reihe kann man wirklich mitfiebern, da das genaue Happy End nicht vorhersehbar ist. Auch wenn es praktisch sicher erscheint, dass die Figuren Glück und Liebe finden, wird die Geschichte immer wieder von unerwarteten Wendungen und Komplikationen in eine neue Richtung geführt. Dadurch wird die Lektüre nicht langweilig, auch wenn Action basiert nicht so viel passiert.

Denn der klare Fokus sind die Gefühle, das Innenleben der Protagonistin und die Bewältigung und das Wiedertreffen mit ihrer Vergangenheit. Das Hauptthema Mobbing wurde dabei wirklich gut und sensibel dargestellt, besonders intensiv die Nachwirkungen. Noch Jahre nach den Geschehnissen, in einem insgesamt offenbar viel stabileren Leben und Umfeld wird Rachel noch davon eingeholt, was ihre Geschichte sehr authentisch wirken ließ. Die seelischen Wunden die den Opfern für ihr ganzes Leben bleiben konnte man als Leser mitempfinden.

Doch die Geschichte ist keineswegs nur deprimierend. Ein wenig aufgelockert wird die Stimmung zum Beispiel durch kleine Einblicke in Rachels Schauspielertätigkeit. Wenigstens als jemandem, der in dieser Hinsicht gar keine persönliche Erfahrungen hat waren diese Szenen interessant gemacht und wirkten realistisch. Besonders gut gelungen empfand ich die Eindrücke die Rachel zur Schauspielerei hat und ihre Gründe dafür, so gern in andere Rollen zu schlüpfen. Dies half sehr dabei, sie als dreidimensionale Figur zu zeigen und verlieh ihr eine ganz neue charakterliche Ebene.

Genauso gelungen empfand ich die Szenen mit ihren Freundinnen und mit ihrem Freund Mark. Es war sehr schön, diese Beziehung mitzuverfolgen. Nach ewigen "Bad Boy, Good Girl" Geschichten war ihre Verbindung für den Leser spürbar und basierte auf Vertrauen und gegenseitigem Verständnis. Ihre kleinen Rituale und Besonderheiten erschufen ein lebendiges Bild davon, was sie zueinander hinzieht und ihre Szenen waren sowohl humorvoll, als auch einfühlsam geschrieben. Warum solche Beziehungen als langweilig und einfallslos stereotypiert sind, wird sich mir nie erschließen.  Dies verlieh der Geschichte einen gewissen Schönheitsschliff - eine der besten Liebesgeschichten die ich bisher gelesen habe!

Ich kann jedem der sich für emotionale Jugendbücher begeistern kann, in denen nicht nur die (zugegeben sehr süß und authentisch geschriebene) Liebesgeschichte im Vordergrund steht diesen Roman - diese ganze Reihe - sehr empfehlen! Die Protagonistin ist mehr als facettenreich und nachvollziehbar; es macht sowohl Spaß mit ihr durch die Geschichte zu gehen, als auch mit ihr an dramatischen Stellen zu trauern und zu leiden. Auch die vielen Nebencharaktere, insbesondere die Protagonistinnen aus den vergangenen Romanen und der Love Interest überzeugen, ebenso wie die sensible Behandlung von Mobbing, sowie den schweren Wunden die es bei den Opfern hinterlässt.

Ein Buch scheinbar voll mit einem ganzen Leben mit vielen verschiedenen Seiten und Themen das auch noch mit einem angenehmen Schreibstil punkten kann! Ich freue mich auf weitere Romane von Denise Deegan!

 Sterne

Sonntag, 12. Februar 2017

Libellen im Kopf

Autor: Gavin Extence
Seiten: 352
Verlag: Limes
ISBN: 978-3-8090-2634-1

Worum geht's?

Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Die Kunst ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …

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Wer ist der Autor?

Gavin Extence, geboren 1982, wuchs in der englischen Grafschaft Lincolnshire in einem kleinen Dorf mit dem interessanten Namen Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze, aber glanzvolle Karriere als Schachspieler; er gewann zahlreiche nationale Turniere und reiste nach Moskau und St. Petersburg, um sich dort mit den besten jungen Denkern Russlands zu messen. Er gewann nur ein Spiel. [...] Heute lebt Gavin Extence mit seiner Familie in Sheffield.

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Wie fand ich es?

Nachdem mir "Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat" von Gavin Extence so gut gefallen hat, habe ich Luftsprünge gemacht als ich erfahren habe das ein neuer Roman von ihm erscheint. Ich habe mich gehütet mit übermäßigen Erwartungen an die Thematik oder das ganze Buch heranzugehen, und habe mich direkt in die Geschichte gestürzt. Dennoch konnte sie mich überraschen!

Ein großer Pluspunkt dieses Romans ist es, dass der Leser sich sehr nahe am Charakter fühlt. Die Geschichte wird einfach lebendig erzählt, ohne zu beschönigen. Ich vermute die Ursache dafür ist, neben der Tatsache das Extence ein genialer Schriftsteller ist, darin das er selbst unter (wenn auch einer nicht so extremen) bipolaren Störung leidet. Auch als jemand der glücklicher Weise nicht davon betroffen ist, konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin Abby und ihren Kampf gegen ihre Störung hineinversetzten. Man erlebt die Höhen und Tiefen mit ihr mit, bemerkt wie sie erst was eigentlich los ist, als die Extreme schon über ihr zusammenstürzen. Selten hat mich ein Buch derart emotional mitgenommen!

Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen, auch wenn sie weniger zu Tage traten und die Geschichte sehr auf Abby gerichtet ist, so konnte man sich doch schnell ein Bild von ihnen machen und ihre Reaktionen nachvollziehen. Besonders ansprechend empfand ich Abbys Therapeutin, sowie Miranda Frost, eine Dichterin die Abby interviewt. Beide beeinflussen das Leben der Protagonistin sehr unterschiedlich aber auf interessante Weise. Auch Beck, Abbys Freund, hat mir gefallen. Seine Reaktion auf ihre mentale Erkrankung empfand ich als sehr realistisch und liebenswert, was ihn mir direkt sympathisch gemacht hat.

Dadurch gelang auch die schön erwähnte Authentizität. Abbys Leben wird nicht schön geredet, schnörkellos zeigt Gavin Extence welche Auswirkungen die bipolare Störung auf das gesamte Leben der Protagonistin hat. Dabei wird jedoch vermieden, die Figur NUR auf Grund ihrer mentalen Probleme zu charakterisieren. Sie hat eine Persönlichkeit, einen Job der ihr gefällt, unterschiedlichste Beziehungen zu anderen. Auch dadurch fiel es zumindest mir leicht, sich mit ihr zu identifizieren.

Wirklich wichtig bei einem Buch über psychische Störungen, gewährleistet meiner Meinung nach ebenfalls durch den Autor, war für mich, dass ihre Erkrankung wirklich ernst behandelt wird. Auch wenn es "nur im Kopf" stattfindet sind mentale Probleme wie bipolare Störungen so ernst wie ein gebrochenes Bein. Das Hirn ist nun einmal auch nur ein Organ, das verletzt werden kann und dann behandelt werden muss. Eigentlich ist es sogar schlimmer. Wie durch Abby so gut zur Geltung kam, ist ein großes Problem bei solchen Problemen erst einmal zu akzeptieren, zu sehen, das man nicht nur mal einen schlechten Tag hat. Leider ist das Verständnis solcher "unsichtbaren" Krankheiten bei zu vielen Menschen nicht wirklich ausgeprägt.

Doch so ernst die Thematik ist, und so respektvoll sie auch wirklich ernst behandelt wird, so schafft es der Autor dennoch, einen gewissen Humor in die Geschichte zu bringen. Der Leser schwankt mit Abby durch gute und durch schlechte Zeiten, und man hat einfach nach Schließen des Buchs das Gefühl, gerade an einem Leben teilgehabt zu haben. Es gibt keine großen perfekten Momente, sondern ein kleines Stück unperfektes Leben. Auch der Schreibstil wurde einfach gehalten, doch war wirklich fesselnd. Irgendwie hat die Weise, auf die Abbys Geschichte erzählt wurde, einen besonderen Charme und Stil. Unauffällig, doch besonders.

Eine wundervolle Geschichte die nicht in melancholisch-deprimiertes Geschwafel abschweift, sondern optimistisch und humorvoll eine ernste Problematik behandelt. Voller interessanter Figuren und einem lebendigen Bild einer bipolaren Störung!

 Sterne

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Limes Verlag und das Bloggerportal Randomhouse!

Montag, 6. Februar 2017

Schattentraum: Hinter der Finsternis

Autorin: Mona Kasten
Seiten: 410
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 9781502841513

Worum geht's?

Nach dem Tod ihrer Mutter wünscht sich Emma nichts sehnlicher, als der Finsternis zu entfliehen, die sie seitdem heimsucht. Womit sie dabei nicht rechnet, ist Gabriel, der plötzlich in ihr Leben tritt. Mit seinem arroganten Charme nimmt er ihre Gedanken völlig für sich ein. Doch die Dunkelheit lässt Emma nicht los. Alpträume, in denen ihr Schattenwesen erscheinen, machen ihr das Leben schwer. Und auch Gabriel ist nicht der, der er vorgibt zu sein – jede seiner Berührungen könnte sie in den Abgrund ziehen. Bald weiß Emma nicht mehr: Was ist Traum und was Wirklichkeit?

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Wer ist die Autorin?

Mona Kasten wurde 1992 in Norddeutschland geboren und ist dort auch immer noch zu Hause. Wenn sie ausnahmsweise mal nicht in der Uni sitzt (oder vielleicht gerade dann), denkt sie sich Geschichten aus, in denen junge Protagonisten große und kleine Probleme bewältigen müssen. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Katzen sowie unendlich vielen Büchern, liebt Koffein in jeglicher Form, lange Waldspaziergänge und Tage, an denen sie nur schreiben kann. Die Autorin freut sich immer, von ihren Lesern auf Twitter zu hören (@MonaKasten). Weitere Informationen unter: monakasten.de.

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Wie fand ich es?

Zu diesem Buch gekommen bin ich über Umwege. Schon länger verfolge ich die Autorin über ihren YouTube-Kanal, und da ich ihr sehr gerne zuhöre und sie wirklich sympathisch wirkte, war für mich klar das ich früher oder später etwas von ihr lesen würde. Betonung auf früher oder später. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich dazu entschließen konnte "Schattentraum" zu beginnen. Warum? Ich hatte wenig Lust auf eine weitere 0815-Urban-Fantasy-Geschichte. Doch da hätte ich mir keine Sorgen machen müssen, denn auch wenn man teils durchaus Elemente bekannter Geschichten erahnen kann, konnten mich Handlung und Figuren doch auch immer wieder überraschen.

Emma als Protagonistin war zwar kein Anwärter auf meine Top Ten der Lieblingscharaktere oder etwas in dieser Art, doch es hat Spaß gemacht ihr durch ihre Geschichte zu folgen. Sie wirkte authentisch und man konnte sich sehr leicht in sie hineinversetzen, vor allem in ihre Trauer. Ihr Umgang damit wurde nicht zu überzogen dargestellt, aber die Nachwirkungen des Verlustes ihrer Mutter wurden lebendig und nachvollziehbar. Ihre Panikattacken empfand ich ebenfalls als erwähnenswert gut beschrieben. Daneben gefiel mir aber auch der Humor Emmas, auch wenn mir ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ein wenig Sorgen machte. Gegen Ende wurde es aber wieder besser,

Die anderen Figuren empfand ich teils als zu blass. Das Potenzial war wirklich bemerkbar, doch fehlte mir bei vielen einfach der Hintergrund. Bisher sind sie noch mehr Bilder von Figuren, als "echt wirkende" Charaktere. Dennoch hatte ich mit eigentlich allen wirklich Spaß und sie ergänzten die Geschichte gut. Vor allem Gabriel und Ava würde ich in Band 2 gern mehr kennen lernen.

Die Fantasyelemente empfand ich als interessant und nicht zu sehr in die Handlung gedrängt. Ich bin mir sehr sicher, dass sie in Band 2 noch eine größere Rolle spielen werden, da ein großer Reiz und Punkt dieses ersten Buchs ja das Rätsel um Gabriels Fähigkeiten war und das was sich hinter ihnen verbirgt. Daher fällt es schwer direkt zu bewerten ob ich die Fantasyaspekte mochte oder nicht - doch vielversprechend erscheinen sie auf alle Fälle, daher werde ich einfach mal abwarten.

Mona Kastens Schreibstil gefiel mir sehr gut. Anfangs stolperte man zwar etwas in die Geschichte hinein, aber man merkt deutlich dass sie sich schon im Laufe dieses Buchs als Autorin immer weiterentwickelt hat, und das Endergebnis hat doch überzeugt! Auch wenn der Stil nichts groß Besonderes war, brauchte das diese Geschichte auch gar nicht. Statt blumigen Beschreibungen und langwierigen Beschreibungen, Spannung und Humor! Damit sehr passend zu Emma und zur Handlung.

Eine tolle Geschichte voller vielversprechender Charaktere! Ich bin sehr überzeugt wurden, werde die "Schattentraum"-Reihe definitiv fortsetzen und kann es kaum erwarten zu erfahren, was sich Mona Kasten noch alles hat einfallen lassen! Noch Luft nach oben, aber auf einem guten, fesselnden Weg!

 bis Sterne

Dienstag, 31. Januar 2017

Was war los im Januar?

Ich habe es im neuen Jahr direkt mal ohne Leseplanung versucht - denn im Laufe der letzten Monate fühlte ich mich immer mehr davon "unter Druck gesetzt" bestimmte Bücher lesen zu müssen. Auch wenn dies natürlich eher ein Ratschlag an mich selbst was ich dringend lesen sollte darstellt, wollte ich ausprobieren ob ich mich so besser fühle. Und für den Moment hat das funktioniert. Auch wenn ich zugegeben nicht beeindruckend viel gelesen habe. Aber hey, das was ich las war eigentlich alles weiterzuempfehlen!

GELESEN
- Denise Deegan - Wer sucht schon das große Glück?
- Jennifer Estep - Black Blade 3 Die helle Flamme der Magie
- Alwyn Hamilton - AMANI Rebellin des Sandes
- Engelmann, Julia - Eines Tages, Baby [ReHeard]
- Engelmann, Julia - Wir können alles sein, Baby [ReHeard]
- Engelmann, Julia - Jetzt, Baby [ReHeard]
- Welskopf-Henrich, Liselotte - Über den Missouri [ReRead]
- Tad Williams - Bobby Dollar 1 Die dunklen Gassen des Himmels [Hörbuch] (beendet)
- Gavin Extence - Libellen im Kopf

GESCHRIEBENE REZENSIONEN
- J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe [Hörspiel]
- Sarah J. Maas - Throne of Glass 2 Kriegerin der Finsternis
- Jennifer Estep - Black Blade 3 Die helle Flamme der Magie
- Hamilton, Alwyn - AMANI: Rebellin des Sandes

Sonntag, 29. Januar 2017

Lassen wir 2016 Revue passieren...

Ein Stückchen verspätet hier mein Jahresrückblick. Ich hatte ein paar Probleme damit mir da wirklich ein passendes Format zu überlegen - daher habe ich mir einfach den "Bookish Jahresrückblick" Tag dafür ausgesucht. Diesen habe ich bei Nickis Bücherwelt gefunden, hier findet ihr ihren Post. Der Tag stammt von Tanjas Rezensionen, hier findet ihr ihren Beitrag für dieses Jahr und von da stammen auch die verwendeten Bilder.
Vor der Antwort auf die 13 Fragen noch ein paar kurze, knappe Fakten.

STATISTIK 2016

Gelesene Bücher: 114

Insgesamt gelesene Seiten: 40 924

Find the Cover Challenge: erfolgreich abgeschlossen

Serienkiller Challenge: Ähm... die Hälfte habe ich geschafft, 6 von 12 also. Schaut mich nicht so an, ich habe es versucht.


Und schon bei der ersten Frage habe ich ein wenig geschummelt - und elf statt zehn Bücher ausgewählt. Es war einfach unmöglich mich zu entscheiden welches ich wegstreichen sollte, da mir alle unglaublich gut gefallen haben. Es gibt auch zu allen Büchern bereits Rezensionen hier auf der Bücherinsel.



Ich bezeichne mich als wirklich glücklich ein ziemlich wählerischer Leser zu sein - dadurch kommen weniger Enttäuschungen, auch wenn mein Leseverhalten nicht besonders abenteuerlich ist. So gerate ich je mehr ich lese immer seltener an Bücher die mich wirklich enttäuschen. Aber dennoch kommt es natürlich vor das mich Romane enttäuschen. So wie diese. Wer genauer wissen will warum, sollte sich die Rezension durchlesen. Auch wenn ich so im Rückblick betrachtet das Gefühl habe, sehr viel "zu nett" beurteilt zu haben. Vorsatz fürs neue Jahr - schärfere Kritik!


Sehr gefreut habe ich mich dieses Jahr auf "Spinnenzauber" und "Spinnenfeuer", die eine meiner Lieblingsreihen "Elemental Assassin" fortsetzten. Und beide Bücher sind auch schon rezensiert und das Warten auf sie hat sich gelohnt, sie haben mir beide sehr gut gefallen! Und auch auf "Der letzte Stern" habe ich mich so sehr gefreut - habe es allerdings, Spoiler, immer noch nicht gelesen.



Die beiden (vorerst) letzten Bücher der "Skulduggery Pleasant" Reihe "Die Rückkehr der toten Männer" und "Das Sterben des Lichts" wollte ich so gern lesen! Will ich immer noch! Doch a) habe ich Angst davor welcher meiner Lieblingscharaktere sterben wird (und es wird ganz sicher einer von ihnen sterben, in dieser Hinsicht habe ich in Romanen immer unglaublich viel Glück *hust*) und b) war ich bisher der Meinung, die Reihe würde nicht fortgesetzt werden und das wäre das... Ende. Und da diese Bücher unglaublich wichtig für mich sind, möchte ich nur ungern das sie vorbei sind. Doch jetzt soll ja ein zehnter Band erscheinen, von daher... ran an die Seiten, sobald ich Zeit dafür finde.





Das reicht fast für noch ein Top Ten... So einige Bücher konnten mich dieses Jahr überraschen, einer der schönen Aspekte von 2016 (und die waren ja wirklich rar gestreut). Von den "Chroniken der Unterwelt" hätte ich nach all den kritischen Meinungen die ich dazu inzwischen schon gehört habe nicht erwartet das mir die Geschichte schlussendlich so gut gefallen würde - offensichtlich eine Fehleinschätzung. Bei den beiden "Zodiac" Büchern zeichnet sich ein gewisses Muster ab - der Einstieg fällt aus irgendeinem Grund schwer, doch dann kann die Geschichte mit vielen tollen Handlungssträngen und Figuren punkten. Die anderen drei Bücher sind alles Fälle von Anfangsvermutung "ich schätze ganz nett" die schlussendlich fast Fälle für die Top Ten der Jahreshighlights waren.


Nun, eine richtige "pure" hatte ich nicht wirklich, doch meine Buchflops bei Punkt 2 fallen eigentlich alle in die Kategorie "Enttäuschung".




Davon gab es auch so einige ;) Und irgendwie war das Schema "hübsches Äußeres, hübsches Inneres" dieses Jahr das Motto der schönen Cover.


Da hat sich eindeutig weiter Jennifer Estep etabliert, von der mich eigentlich jedes Buch überzeugen kann und deren Stil ich immer mehr mag, je mehr ich von ihr lese.


Da würde ich die Leipziger Buchmesse nennen - 2016 das erste Mal mit Akkreditierung, Zugang zum Bloggerbereich und allem. Es war höchst interessant und man kam mit vielen Leuten ins Gespräch, eine wirklich erwähnenswerte Erfahrung.

Ansonsten ist der Ausblick da positiver als der Rückblick. Meine Beiträge sind ja deutlich seltener geworden - was allerdings keineswegs bedeutet, dass ich das Bloggen aufgeben werde oder irgendetwas in dieser Richtung. Ich habe noch immer sehr viel Spaß daran und es ist eines der Dinge, in die ich am liebsten meine Energie hineinstecke. Doch leider ist bei mir persönlich in diesem (besonders in dieser Hinsicht total blöden) letzten Jahr einiges passiert das mich davon abgehalten hat, dieser Leidenschaft nachzugehen.


Dieser Begriff bedeutet offenbar so etwas wie "Lieblingsärgernis" und ich habe keine wirkliche Antwort auf diese Frage *hust*. Eventuell die Angewohnheit von Young Adult Büchern viel zu schnell in die "lasst uns Sex haben, sonst muss im Buch ab Seite 100 von 300 dann nichts mehr Interessantes passieren". Es gibt viele talentierte Menschen die fantastische erotische Szenen schreiben können. Nichts dagegen, im Gegenteil, kann eine Geschichte prima ergänzen oder auch das Hauptthema ausmachen! Doch leider hat man davon nicht viel, wenn diese Szenen total gehäuft vorkommen und einen irgendwann nur noch nerven. Charakterentwicklung, Chemie, Humor! Mehr davon zusätzlich, dann können die Typen in dem Buch von mir aus auch fünf Mal hintereinander miteinander schlafen, wenn es denn passt.


Mir hat der Film zu Ein ganzes halbes Jahr ja überraschend zugesagt. Man mag darüber sagen was man will, aber ich kam heulend raus und das Thema verfolgt und beschäftigt mich immer noch, also irgendetwas haben sie richtig gemacht. Außerdem gefiel mir Now You See Me 2 gut, nachdem ich auch schon den ersten Teil echt mochte.

An Serien haben mir besonders Jessica Jones und Jane the Virgin (bzw. die bereits davon auf Netflix gezeigten Staffeln, weiter bin ich noch nicht auch wenn es bei letzterer ja schon mehr Folgen gibt). Und da das alles eher international populär war, mal mehr in den deutschen Serienraum (genauer gesagt in die Eifel) - kennt jemand Mord mit Aussicht? Total ulkige Krimiserie mit sehr schrägem Humor und fantastischen Figuren! Kann ich nur empfehlen, wer mit der Art Witz klar kommt, meinen Geschmack trifft es total!


Wieder freue ich mich auf die Leipziger Buchmesse - auch wenn ich diesmal nur Samstag und/oder Sonntag da sein kann, da ich die Tage davor in Krakau verbringe (auch etwas worauf ich mich freue). Ja, sonst auf viele weitere interessante fremde Bücher-, Film- und Serienwelten (da gibt es vielversprechende Neuerscheinungen!) und hoffentlich ein insgesamt besseres Jahr als es 2016 war *schauder*.


Ja, wie bereits bei Punkt 9 erwähnt, war dieses letzte Jahr für mich nicht unbedingt einfach. Ich bin dabei daran zu arbeiten, doch sich damit unter Druck zu setzen wird mein(e) Problem(e) nicht lösen sondern verschlimmern, daher bitte ich um ein wenig Verständnis von euch - es kommen Beiträge, in die ich auch viel Arbeit und Gedanken hineinstecken möchte, nur vielleicht nicht sofort wieder 15 pro Monat. Doch es wird aufwärts gehen, das verspreche ich hiermit mal euch und mir selbst. Auf gutes Gelingen und ein erfolgreiches, glückliches neues Jahr!