Sonntag, 2. April 2017

Soul Seeker: Im Namen des Sehers

Autorin: Alyson Noel
Seiten: 416
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48198-9

Worum geht's?

Müssen sie ihre Liebe opfern, um die Welt zu retten?

Daire Santos ist eine Seelensucherin, bestimmt, zwischen den Lebenden und den Toten zu wandeln, um das Gleichgewicht der Welten aufrechtzuerhalten. Doch es gibt einen mächtigen Gegenspieler, der immer wieder versucht, sie auszulöschen. Nun hat er sie in die Oberwelt verbannt, getrennt von ihrer großen Liebe Dace. Aber Daire kann sich befreien und macht sich auf die Suche nach Dace. Denn nur zusammen können sie die Prophezeiung verändern, die ihnen eine Zukunft in abgrundtiefer Finsternis vorhersagt.
Alles über Alyson Noël und ihre Serien EVERMORE, SOUL SEEKER und RILEY
www.alyson-noel.de

Quelle

Wer ist die Autorin?

Alyson Noël ist eine preisgekrönte Autorin, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat. Mit ihren Serien »Evermore« und »Soul Seeker« stürmte sie auf Anhieb nicht nur die internationalen, sondern auch die deutschen Bestsellerlisten und eroberte unzählige Leserinnenherzen. Die Übersetzungsrechte für ihre Bücher wurden bisher in 35 Länder verkauft und auch die Filmrechte schnell vergeben. Alyson Noël lebt in Laguna Beach, Kalifornien.

Weitere Informationen auf www.alyson-noel.de / www.alysonnoel.com und auf facebook.

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Wie fand ich es?

ACHTUNG! DRITTER TEIL EINER REIHE! EVENTUELL SPOILER!

Hach ja, irgendwann vor einer gefühlten Ewigkeit begann ich diese Reihe ja einmal. Das ist inzwischen schon gefühlte Jahre her (gut, wahrscheinlich nicht nur gefühlte). Dennoch ist mir noch ganz gut im Gedächtnis geblieben was ich davon gelesen hatte, die Grundzüge der Geschichte, etc.

Allzu viel war in Buch 2 andererseits auch nicht passiert, zumindest schlich sich das Gefühl bei mir ein, nachdem ich auch die Fortsetzung gelesen hatte. Irgendwie hatte ich während der Lektüre die ganze Zeit das Gefühl, die Geschichte steckt ein wenig fest, auch wenn rein faktisch schon einiges passierte. Zum Beispiel Daires Zeit in der Oberwelt empfand ich anfangs als wirklich faszinierend, genauso wie Daces Schicksal, doch wurden die Handlungsstränge zu schnell gelöst und dann hatte das Buch bis ganz zum Ende nicht mehr viel zu bieten. Ich konnte einfach nicht groß mitfiebern.

Dabei gefielen mir die Figuren größtenteils. Ich konnte mich mit Dace nicht mehr ganz so anfreunden, aber Daire und ihre Interaktionen mit Figuren (meist wenn die nicht Dace waren) konnten mich auch oft überzeugen. Speziell ihre Verbindung zu ihrer Großmutter und dabei eine spezielle Szene die ich allerdings nicht spoilern würde, konnte mich wirklich berühren. Das Daires Freunde eine größere Rolle spielten, allen voran Xotichl, brachte zwar auch nicht viel Action in die Handlung, dafür aber wenigsten ein wenig Witz und ein leichteres Gefühl als Daces oder Daires Teil der Geschichte. Deren Tragik brauchte, auch wenn sie sich mit der Zeit deutlich in unnötige Länge zog, einfach ein Gegengewicht, ein Aspekt der "Im Namen des Sehers" gut gelang.

Auch der Schreibstil lässt sich eigentlich lobend erwähnen. Alyson Noel hat einen angenehmen, schlichten Stil, dem man einfach folgen kann und der einen in die Geschichte zieht, auch wenn man emotional nicht wirklich verknüpft mit der Handlung ist. Dennoch fühlt man sich sehr als passiver Zuschauer und als ich das Buch zuschlug hatte ich ein wenig von einem "Huh, ich wüsste schon ganz gern wie es ausgeht, aber schlaflose Nächte werde ich definitiv nicht haben"-Gedanken im Hinterkopf.

An Kreativität mangelt es der Autorin ebenfalls nicht, und einige neue Ideen bezüglich der Kräfte von Daire sowie der ihrer Gegner (alten und neuen) waren ansprechend, wurden jedoch meiner Ansicht nach nicht konsequent genug durchgesetzt. Speziell was die Antagonisten betraf wurde es zwar gegen Ende endlich aufregend, doch irgendwie war die Lösung des Konflikts ein wenig knapp und kam aus dem Nichts. Dennoch bleibt Cade weiterhin ein wirklich böser Gegner, der im vierten Band wenn es hoffentlich wirklich mal Alles oder Nichts und Alle gegen Daire von Anfang bis Ende heißt damit vielleicht auch durchweg Spannung in die Geschichte bekommt.

Insgesamt eine solide Fortsetzung die mit größtenteils lieb gewonnenen Charakteren weiterhin punkten kann, und auch kreative neue Ansätze einbringt. Leider fehlte mir oft die Spannung, die Handlung zog sich, und die Geschichte schaffte es mit fortlaufender Seitenzahl immer weniger, mich emotional zu erreichen. Gut zu lesen, doch an zu vielen Stellen nicht überzeugend. Ich werde die Reihe dennoch auf jeden Fall beenden, vielleicht werde ich da ja positiv überrascht?

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