Donnerstag, 12. Oktober 2017

Don't you cry - Falsche Tränen

Autorin: Mary Kubica
Seiten: 384
Verlag: Harper Collins
ISBN: 9783959676663

Worum geht's?

Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.

Quelle

Wer ist die Autorin?

New York Times- und USA Today-Bestsellerautorin Mary Kubica hat einen Bachelor of Arts an der Miami University in Oxford, Ohio, in Geschichte und Amerikanische Literatur. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern außerhalb von Chicago.

Quelle

Wie fand ich es?

Dieses Buch habe ich zusammen mit Sophia von Sophias Bookplanet gelesen, und möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal für die Ausgabe von "Don't you cry" bedanken, die sie mir überlassen hat. Ich bin ja normaler Weise nicht der Thriller-Leser, aber man soll ja aufgeschlossen bleiben, deswegen ergriff ich direkt die Chance mal ein wenig über meinen Horizont hinaus in der Buchwelt Erfahrungen zu sammeln.

Was ich davon gehalten habe? Nun, die Idee war wirklich, wirklich gut und der Gedanke hinter "Don't you cry - Falsche Tränen" ausgeklügelt. Anders als ich erwartet hätte war das Buch ziemlich ruhig und schritt gemächlich voran, doch mit der Zeit lernte ich das zu schätzen. Es wurde sehr intensiv auf die Charaktere eingegangen, sodass es Sinn ergab, dass zunächst nicht viel Action kam.

Dass aus der Sicht zwei verschiedener Figuren, Quinn und Alex, erzählt wurde verwirrte mich anfangs, dann gefiel es mir immer besser. So ist jedes Kapitel anders als das vorherige, und die Geschichte bleibt abwechslungsreich und interessant. Auch kann man so als Leser noch ein Stück mehr Rätselraten und wird in die Irre geführt. Denn sehr positiv zu nennen ist wie unvorhersehbar die Handlung aufgebaut ist. Ich konnte mir den Großteil des Buchs wirklich gar nicht vorstellen, was des Rätsels Lösung ist und was es mit Esther auf sich hat - dennoch war es am Ende schlüssig.

Leider hat mich das Ende abgesehen davon ziemlich enttäuscht, wie aus meinem letzten Leseupdate ja auch hervorging... es war meiner Ansicht nach deutlich zu knapp gefasst, und den Figuren wurde meiner Ansicht nach kaum Genüge getan. Sowohl Quinn als auch Alex bekamen in meinen Augen unbefriedigende Enden, er noch ein wenig schlimmer als sie - nicht weil ich es mir einfach anders gewünscht hätte, sondern weil es die Entwicklung und den Aufbau der Figuren mit ihren Zweifeln, Hoffnungen, ja sie in ihrer Gesamtheit einfach ignoriert.

Das Ende löste ihren Weg als Figur nicht schlüssig auf, sondern es wurde quasi einfach irgendwo "Cut!" gebrüllt und egal wie sinnlos wurde noch schnell mal irgendwie fertig gemacht. Das hat mich wirklich enttäuscht, vor allem da in der sonst ruhigeren Geschichte gegen Ende wirklich Tempo aufkam und ich annahm, dass jetzt der wirklich gute Teil kommen würde - leider nicht. Da waren mir Anfang und Mitte um einiges lieber.

Ein Buch mit durchaus originellem Plot und interessanten Figuren, dessen Potenzial jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft wurde. Langatmig und den Großteil der Geschichte über sehr charakterfokussiert, doch der Abschluss der Charakterentwicklung blieb einfach in der Luft hängen. Dennoch amüsant und vielleicht kann es ja den einen oder anderen Leser mehr überzeugen als mich.

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