Montag, 2. März 2015

Flavia de Luce: Schlussakkord für einen Mord

AutorIn: Alan Bradley
Seiten: 352
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-442-37902-6

Worum geht's?

Sie steckt ihre Nase überall hinein und befördert jeden noch so tief vergrabenen Hinweis ans Licht – die elfjährige Flavia de Luce ist Hobbydetektivin aus Leidenschaft. Als sie ihre Nase zur Abwechslung in eine alte Kirchengruft steckt, rechnet sie allerdings nicht damit, eine verhältnismäßig frische Leiche ans Licht zu befördern. Aus dem Grab des Kirchenheiligen von Bishop's Lacey blickt ihr der ermordete Kirchenorganist hinter einer grotesken Gasmaske entgegen. Wer hatte einen Grund, Mr. Collicutt zu töten, und wieso hat er die Leiche hier, an diesem heiligen Ort, versteckt?

Quelle

Wer ist der Autor?

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.
Weitere Informationen unter www.flavia-de-luce.de und www.flaviadeluce.com

Quelle

Wie fand ich es?

Und schon wieder konnte mich Alan Bradley absolut begeistern!
Mit diesen Anfangsworten ist eigentlich alles gesagt, aber ich will doch noch ein bisschen drum herum reden, damit ihr versteht warum denn jetzt wieder :)

Flavia ist gewohnt pfiffig und denkt um zehntausend Ecken die selbst mir, die gerne viel zu verschlungen denkt und sich in ihren eigenen Hirnwindungen verknotet, zu kompliziert. Das sorgte immer wieder für amüsante Situationen, wenn Flavia irgendetwas erklärte, als wäre es selbstverständlich und völlig klar, und ich stand da und fühlte mich dumm. Wie sagte... ich glaube es war ihr Vater... in diesem Roman zu ihr: "Flavia, du bist ein Genie." Manche kritisieren ja, dass Flavia für ihr Alter viel zu schlau und erwachsen wirkt. Ich persönlich finde das sie zwar ungewöhnlich begabt und intelligent ist, aber sie ist nun mal nicht wie der Durchschnitt (das sie hochbegabt ist wurde zwar so nie gesagt aber es ist finde ich eigentlich offensichtlich). Wenn ich von so jemandem lesen will, suche ich mir ein anderes Buch. Das macht für mich einfach einen Teil des Charmes der Geschichte aus. Flavia ist dennoch auch nur ein junges Mädchen mit Träumen und Ängsten, was sie wieder greifbar macht.

Der Fall war diesmal wieder ganz anders strukturiert als im vorherigen Band, diesmal gab es keine große Vorgeschichte um den Mordfall, was mir auch mal wieder ganz gut gefiel. Die Szenen und Tatsachen fließen ineinander und man erhält einen nicht gerade blutigen, aber sehr interessanten und unterhaltsamen Krimi, der authentisch (okay, für einen Mordfall ist das vielleicht das falsche Wort) wirkt.

Wieder waren viele Personen verwickelt, die jeweils ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen hatten und teilweise noch haben, besonders in Bezug auf Flavias Familie. Besonders ihre Schwestern Daffy und Feely finde ich sehr interessant und bin gespannt, was aus ihnen wird, genauso wie bei Flavias Vater. Auch Dogger, der sagen wir das Mädchen für alles im Haus der Familie ist und die Köchin Mrs. Mulett sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Allein um wieder mehr von ihnen zu erfahren, werde ich Band 6 so bald wie möglich lesen.

Auch die Spannung leidet keineswegs darunter, das mit diesem Buch bereits der fünfte Teil der Reihe begonnen hat. Ich kann einfach immer wieder in Flavias Geschichten eintauchen und mich mit ihr zusammen am Knobeln versuchen (Betonung liegt hierbei auf "versuchen" xD), es wird nie langweilig. Die Mordfälle sind immer wieder neu und spannend. Außerdem ist es durch Alan Bradleys leichten, humorvollen Schreibstil der Flavias Charakter so gut wieder spiegelt, für mich immer wieder ein Genuss über Mord und Totschlag zu lesen und das hat davor noch kein Autor geschafft! Ich will die nächste Leiche! (Jaa, ich drehe durch. Liegt nur an dem Buch :))

Das Buch war wie alle anderen Bücher der Reihe ein 5-Sterne-Buch, aber wieder ganz anders als die anderen. Die Bücher vermitteln für mich mittlerweile wirklich ein Gefühl von Zuhause, aber sie sind wirklich unterschiedlich und immer wieder kommen neue Dinge dazu die die Welt um Buckshaw, Flavia und ihre Familie noch interessanter machen und die Puzzleteile vervollständigen. Denn am Ende wartet diesmal ein wirklicher Cliffhanger, mit dem ich so niemals gerechnet hätte! Jetzt kann ich es nicht erwarten, dass der sechste Band als Taschenbuch erscheint... leider dauert das noch eine ganze Weile. Gibt es für diese Ausgabe eigentlich schon einen Erscheiungstermin, weiß das jemand?

 Sterne

Vielen, vielen Dank an den blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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