Freitag, 12. August 2016

Wenn du mich fragst, sag ich für immer

AutorIn: Holly Martin
Seiten: 416
Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0273-8

Worum geht's?

100 Heiratsanträge, 100 Chancen für die Liebe ...

Suzie und Harry sind die besten Freunde und Verbündete der Liebe. Denn sie betreiben eine Firma, the.perfectproposal.com, die Ehemännern und -frauen in spe hilft, den ultimativen, einzigartigen Heiratsantrag zu finden. Um das Unternehmen noch bekannter zu machen, beschließt Harry, Suzie auf hundert verschiedene Arten um ihre Hand zu bitten – nur aus Werbegründen natürlich. An exotischen Orten, auf herzerweichendste Art, an den romantischsten Plätzen der Welt: Harry legt sich richtig ins Zeug. Für Suzie heißt das allerdings, dass sie hundert Mal ablehnen muss, auch wenn alles, was sie will, Ja sagen ist …

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Wer ist die Autorin?

Holly Martin hat schon in diversen Jobs gearbeitet – als Rezeptionistin in einem Hotel, in einer Bank und als Lehrerin, doch ihre wahre Leidenschaft galt immer dem Schreiben von romantischen Komödien. Nun hat Holly Martin es geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen: In ihrem Haus mit den runden Fenstern in Bedfordshire widmet sie sich nun genau dem, was ihr am meisten Spaß macht. Wenn du mich fragst, sag ich für immer ist ihr erster Roman bei Blanvalet.

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Wie fand ich es?

> Dieses Buch wurde mir vom blanvalet Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. <

Ich habe wirklich lange gebraucht dieses Buch zu lesen. Es lief in etwa so ab - 20 Seiten lesen, zwei Tage Pause, nochmal zwanzig Seiten, etc. Das lag daran, das ich mit einigen Aspekten der Geschichte nicht wirklich klar kam. Eins davon - die Protagonistin.

Ich konnte mit Suzie nicht wirklich viel anfangen. Ihr Verhalten im Roman mag aus ihrer Sichtweise durchaus verständlich sein und hat auch eindeutig ordentliche Gründe, doch weil ich von ihr nicht wirklich mitgerissen wurde und mit ihr nicht mitempfinden konnte, empfand ich viele ihrer Handlungen als ziemlich dämlich. Insgesamt standen sich beide Protagonisten in diesem Buch sehr oft selbst im Weg, und ja, das wäre auch völlig okay und menschlich, wenn sie nicht schon so lange beste Freunde wären.

Sie werden porträtiert als zwei Leute die sich völlig vertrauen und alles teilen, sich vollkommen verstehen - und egal wie groß der blinde Fleck sein mag, SO gigantisch kann er doch nicht sein, das keiner von beiden rafft was der jeweils andere empfindet. Wobei ich das bei Harry noch mehr verstanden habe als bei ihr, da sie sich vor allem gegen Ende oft sehr rätselhaft verhalten hat. Eventuell wäre es mir anders gegangen wenn ich zu den beiden eine Verbindung hätte aufbauen können, aber so konnte ich nur öfters an den Kopf greifen.

Die ganze Idee mit den hundert Heiratsanträgen hat mich jedoch von Anfang an interessiert und auch überzeugt. Sowohl die Beschreibung der Kulissen als auch die Kreativität bezüglich der Anträge war wirklich gut. Hut ab, Harry versteht etwas von seinem Job. Besonders diese Originalität konnte mir die Geschichte doch schmackhaft machen, sodass ich immer wieder angefangen und weitergelesen habe, auch wenn mich die Figuren noch so genervt haben.

Apropos Figuren, es gibt ja noch einige Nebenfiguren. Leider spielen sie keine so große Rolle, und tauchen vor allem im Mittelteil des Buchs fast gar nicht auf, doch da die Geschichte sich eigentlich ja auch um Harry und Suzie dreht, will ich das gar nicht so sehr kritisieren. Sie haben die Geschichte an entscheidenden Stellen jedoch bereichert - so zum Beispiel Jules, die Witwe von Suzies verstorbenem Bruder und Chloe, eine Freundin von Harry.

Auch den Schreibstil habe ich als positiv empfunden. Er war flüssig und vor allem die authentisch wirkenden Dialoge konnten mich überzeugen und auch manchmal zum Lachen bringen. Auch die Beschreibungen der Orte die Suzie und Harry auf ihrer Reise besuchen hatten es wirklich in sich und ließen die Orte geradezu vor meinen Augen lebendig werden.

Insgesamt wurde in dieser Geschichte meiner Ansicht nach eine Menge Potenzial verschenkt. Ich wurde einfach zu keiner Zeit komplett in die Geschichte hineingezogen, weil es die Hauptcharaktere leider nicht geschafft haben mich emotional zu erreichen. Ja, oberflächlich kannte ich ihre Probleme und Gefühle, doch leider war es das auch schon. Schade! Aber wer weiß, vielleicht wachsen Harry und Suzie ja einigen der vielen anderen Leser da draußen ans Herz - ich habe auch schon so einige positive Meinungen zu ihnen gehört.

 bis Sterne

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal Randomhouse für dieses Rezensionsexemplar!

Sonntag, 31. Juli 2016

Was war los im Juli?

Irgendwie war diesen Monat der große ReRead-Monat... irgendwie bin ich richtig melancholisch geworden und habe einige Bücher die mir früher gefallen haben noch mal herausgekramt, da mich einige meiner aktuellen irgendwie nicht sofort mitreißen konnten. So habe ich, auch wenn ich nicht viel neue Bücher gelesen habe, doch insgesamt einige Zeit mit Schmökern verbracht, daher bin ich lesetechnisch echt zufrieden grade. Und auch die neuen Bücher die ich gelesen habe konnten mich fast alle überzeugen...

Ach und Fotos gibts wieder mal nicht, weil ich solange die Ferien noch andauern noch aus dem Koffer lebe und deshalb auch nur sporadisch Posts kommen. (Weil das Internet so gut wie überall wo ich bin zu sterben scheint, grr!) Wenn ich wieder Wurzeln geschlagen habe, bekommt ihr welche, versprochen!

GELESEN:
- Clare, Cassandra - City of Bones (ReRead) (504 Seiten)
- Patterson, James - Witch & Wizard: Verlorene Welt (352 Seiten)
- Sabbag, Britta - Pinguinwetter (ReRead) (256 Seiten)
- Sabbag, Britta - Pandablues (ReRead) (256 Seiten)
- Voosen, Tanja - Wohin der Sommer uns trägt (260 Seiten)
- Spychalski, Patrycja - Bevor die Nacht geht (288 Seiten)
- Clare, Cassandra - City of Ashes (480 Seiten)
- Clare, Cassandra - Die Chroniken des Magnus Bane (560 Seiten)
- Gaiman, Neil - Der Ozean am Ende der Straße (320 Seiten)
- Collins, Suzanne - Gregor und das Schwert des Kriegers (ReRead) (352 Seiten)
- Glaser, Brigitte - Fremde Fracht (ReRead) (176 Seiten)

REZENSIERT:
- Wahl, Carolin - Die Traumknüpfer
- Murphy, Monice - Lily: So sexy
- Russell, Romina - Zodiac: Weg der Sterne
- Rowling, J.K. - Die Märchen von Beedle dem Barden
- Schiller, Friedrich - Kabale und Liebe
- Goethe, Wolfgang - Faust 1
- Patterson, James - Witch & Wizard: Verlorene Welt
- Turtschaninoff, Maria - Maresi: Das Lied der Insel
- Spychalski, Patrycja - Bevor die Nacht geht
- Clare, Cassandra - Chroniken der Unterwelt: City of Ashes 

Insgesamt gelesene Seiten: 3804 Seiten
Serienkiller Challenge: 3/12
Find the Cover Challenge: 8/19

Neuzugänge Juli

Bevor der Monat zu Ende ist noch schnell meine gesamten eingetrudelten Schätze... oh Gott, ich werde begraben unter Büchern - wenigstens ein schöner Tod und so ein passendes Ende ;) Nein nein, ich muss weiterleben, irgendwer muss die ganzen Bücher ja lesen... ich brauche Hermines Zeitumkehrer und eine Packung Taschentücher bei den ganzen letzten Bänden von Reihen die sich hier reingeschmuggelt haben. *macht sich für Herzschmerz bereit* Und noch etwa sechs weitere Wochen Ferien, wie gehen die immer so schnell zu Ende, ich habe nur noch eine Woche - HILFE!
















- Voosen, Tanja - Wohin der Sommer uns trägt (Verlagsseite)
- Bardugo, Leigh - Grischa: Loderne Schwingen (Verlagsseite)
- Skulduggery Pleasant: Das Sterben des Lichts (Verlagsseite)
- Estep, Jennifer - Frostkiller (Verlagsseite)
- Noel, Alyson - Soul Seeker: Im Namen des Sehers (Verlagsseite)
- Noel, Alyson - Soul Seeker: Licht am Horizont (Verlagsseite)

Das wären meine gesammelten Geburtstagsbücher. Ein ganz schöner Haufen, ich weiß, ich bade zurzeit in Büchern ;) Ich freue mich schon darauf sie alle zu verschlingen (wobei eins bereits beendet ist, welches werdet ihr demnächst in meiner Rezension sehen, oder wer meinen Lesefortschritt auf Lovelybooks ab und zu beobachtet hat wird wohl wissen auf welches ich anspiele)! Ein Buchgeschenk wird noch bei mir eintreffen, dieses werde ich dann mit den Augustbüchern zeigen.

- Stiefvater, Maggie - Ruht das Licht (Verlagsseite)
- Stiefvater, Maggie - In deinen Augen (Verlagsseite)
- Harrison, Michelle - Elfenseele 3 (Verlagsseite)
- Spychalski, Patrycja - Bevor die Nacht geht (Verlagsseite)

Meine Bücherthöne-Bestellung Numero 2. Ich konnte einfach nicht anders. Zwecks Reihenvervollständigung und weil ich "Bevor die Nacht geht" schon ewig auf dem Schirm hatte. Schlussendlich war es ja nicht ganz mein Fall, wie ihr hier nachlesen könnt.

- Estep, Jennifer - Black Blade 2 (Verlagsseite)
- Claußnitzer, Maike - Tricontium (Verlagsseite)
- Evison, Jonathan - Umweg nach Hause (Verlagsseite)

Rezensionsexemplare die gegen Ende des Monats alle auf einmal eingetrudelt sind. Ich freue mich wahnsinnig über alle drei und sie werden nach meiner derzeitigen Lektüre sofort in Angriff genommen. Besonders darauf wie es in Black Blade 2 weitergeht freue ich mich, aber auch auf das hoffentlich tiefgehende, interessante "Umweg nach Hause" und auf "Tricontium", bei dem mich die Leseprobe schon richtig überzeugt hat.

Chroniken der Unterwelt: City of Ashes

AutorIn: Cassandra Clare
Seiten: 480
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06133-7

Worum geht's?

Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal – und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.

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Wer ist die Autorin?

Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die zweite Reihe Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu internationalen Erfolgen, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

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Wie fand ich es?

ACHTUNG! ZWEITER BAND EINER REIHE! EVENTUELL SPOILERGEFAHR!

Auch wenn mir der erste Band dieser Reihe "City of Bones" ja besser gefallen hat als ursprünglich erwartet, lag die Fortsetzung doch eine Weile auf dem SuB. Nun habe ich aber durch die Serie "Shadowhunters" zu dieser Buchreihe meine Faszination für die Welt der Schattenjäger wiederentdeckt und habe gleich mal mit Band 2 gestartet.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass sich meine groben Ansichten aus Band 1 mit diesem Buch gefestigt haben. Weiterhin empfinde ich die Welt und die verschiedenen Wesen und Parteien der Schattenwelt als sehr spannend und interessant, und war froh, das man in diesem Buch vor allem über die Schattenjäger noch mehr erfahren hat. Ich hoffe, hier kommen häppchenweise noch mehr Informationen - für dieses Buch hat es genügt, ohne das es zu überfrachtet mit Fakten und Hintergrundinfos wurde, doch da darf ruhig noch mehr aufgedeckt werden. Vor allem Idris würde ich gern einmal in die Handlung eingebunden sehen.

Bezüglich der Charaktere haben sich aber einige doch noch Sympathiepunkte geholt, die ich schon für verloren hielt. Jace wächst mir nämlich langsam ans Herz, was ich nach Band 1 und auch nach dem Anfang dieses Buchs nie gedacht hätte. Zu seinen witzigen Sprüchen kommt langsam auch etwas mehr als nur der dunkle, traurige Hintergrund hinzu und vor allem seine Beziehung zu Alec und Isabelle hat immer wieder für schöne Szenen gesorgt. Was auch daran liegen mag, dass ich die Lightwood-Geschwister vergöttere, vor allem Alec. Sowohl Simon als auch Magnus mochte ich auch weiterhin, sie haben die Geschichte um neue Sichtweisen und andere Aspekte ergänzt. Auch die neue Figur Maia hat definitiv Potenzial und ich erhoffe mir durch diese drei Charaktere noch mehr Einsichten in das Leben der Schattenweltler.

Allerdings war mir Clary definitiv noch zu... blass und ich konnte nicht wirklich mit ihr mitfühlen. Im Gegensatz zu Jace, der hier eine kleine Identitätskrise hat aufgrund der Erkenntnisse in Bezug auf seinen Vater, zeigt sich bei ihr an dieser Front gar nichts. Sie kämpft zwar mit ihren Gefühlen für ihren Bruder, ja, aber auch das will sie sich nicht einmal wirklich eingestehen. Warum hat sie keine Probleme damit wer Valentin ist und wie sie mit ihm in Verbindung steht? In dem Dialog mit ihm hat sich da doch Potenzial gezeigt, das würde ich gerne ausgeschöpft sehen.

Alles in allem hat es mich gefreut, dass der Fokus diesmal auf verschiedenen Personen lag, und die Handlung nicht komplett in eine Richtung drängte. Dieses Gefühl hatte man bei "City of Bones" teilweise noch. Hier spielen völlig verschiedene Handlungsstränge zusammen und führen schließlich zum Showdown. Insgesamt konnte auch wieder mit starken Kampfszenen beeindruckt werden, wenn die Handlung auch öfters ruhiger, darum jedoch nicht weniger intensiv war. Ich musste stellenweise richtig mitzittern und war mir öfters mal unsicher, ob auch jeder überlebt.

Es gibt jedoch auch viele Szenen die nur vom Zusammenspiel der Charaktere leben und Momente, die sich zum Beispiel mit der Tatsache das Clary und Jace Geschwister sein sollen befassen. Aber ich wurde hier als Leser auch nicht überstrapaziert, was ich nach einigen Rezensionen von anderen bereits befürchtet hatte. Auch gefiel mir das in diesen emotionalen Szenen auch nicht nur der Fokus auf der Beziehung Clary-Jace sondern zum Beispiel auch auf dem Zusammenspiel von Jace, Alec und auch Isabelle, auf Magnus und Alec, oder auch auf Clary und Simon.

Gefallen hat mir auch der Humor, der sich durch das Buch hindurch zieht. Dadurch wurde die Handlung des öfteren aufgelockert und vor allem in Verbindung mit Jace und Magnus ist für mich jetzt schon gute Unterhaltung garantiert. Die Autorin hat einen recht einfachen, flüssigen Schreibstil, der zwar an einigen Stellen noch ein paar Schönheitsfehler vorweist (was allerdings auch an der Übersetzung liegen kann) aber im großen und ganzen schnell dazu beiträgt, dass sich ein Lesefluss entwickelt.

Ich weiß nicht genau wie sie es anstellt, aber die Autorin hat mich einfach in den Bann gezogen. Auch wenn ich objektiv noch ein paar Kritikpunkte habe, rein subjektiv gesagt: Ich war begeistert und würde am liebsten direkt wieder in die Schattenwelt eintauchen und weitere Abenteuer mit den Figuren erleben! Speziell das Ende weist da schon eine vielversprechende Richtung und ich bin gespannt, was die Autorin aus dieser Idee gemacht hat. Ich vermute jedoch stark, etwas Gutes!

 bis Sterne

Sonntag, 24. Juli 2016

Bevor die Nacht geht

AutorIn: Patrycja Spychalski
Seiten: 288
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16303-0

Worum geht's?

Ein Tag, eine Nacht – eine große Liebe!

Als Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick! Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt, dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie – und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst.

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Wer ist die Autorin?

Patrycja Spychalski, 1979 in Polen geboren, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Mit "Heute sind wir Freunde" erscheint bereits ihr sechstes Jugendbuch bei cbt.

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Wie fand ich es?

Ich hatte zugegebener Maßen hohe Erwartungen an dieses Buch und vielleicht ist das auch teils der Grund warum es mich schlussendlich nicht so recht überzeugen konnte. Ich empfand es als durchschnittlich - und das meine ich nicht negativ! Es kann nun einmal nur nicht jedes Buch für jeden eins der besonderen sein, das er oder sie für immer in seinem Herzen trägt.

Ich hatte mit "Bevor die Nacht geht" ähnliche Probleme wie mit dem anderen Buch der Autorin das ich bereits gelesen habe ("Auf eine wie dich habe ich lange gewartet"). Die Grundgeschichte war in Ordnung, nur die Charaktere und ich...  Ne, das passte definitiv nicht. Wobei ich eher Probleme mit Kim hatte, der Gegenpart Jacob hat mir schon um einiges besser gefallen. Sie ist mir ein wenig zu leichtsinnig gewesen und hat dadurch einige Sachen gemacht, die ich so nicht unterstützen kann und für die ich sie gerne schütteln würde. Was ihr an Jacob jedoch gefallen hat, konnte ich nachvollziehen.

Die kleine Reise durch Berlin wird abwechselnd von den beiden Protagonisten erzählt, wobei mir wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, Jacobs Kapitel mir mehr Spaß gemacht haben. Gut fand ich nicht nur das durch diese Erzählweise die Empfindungen und Gedanken beider Figuren gut zur Geltung kamen, sondern auch das am Anfang der Kapitel immer die Zeit und der Ort vermerkt waren, an dem sich Kim und Jacob gerade befanden. Dadurch hatte man immer einen gewissen Überblick, wobei auch die kleine Stadtkarte am Ende des Romans hilfreich war.

Der Schreibstil sowie die Atmosphäre die damit kreiirt wurde haben mir jedoch wahnsinnig gut gefallen. Mir hat es direkt selbst im den Füssen gekribbelt, Berlin zu besuchen, und dabei bin ich so etwas wie ein Großstadtallergiker. Man spürt in der Auswahl der Orte in der Beschreibung von Stadtbild und den Menschen dort richtig die Liebe Kims - und vermutlich auch die der Autorin - zu Berlin.

Das Ende hat mich überzeugt! Ich war die ganze Zeit gespannt welchen Weg die Autorin ihre Figuren gehen lässt und wie sie das gelöst hat, empfand ich als passend zur Geschichte, zu Kim und Jacob und auch als authentisch. Da ich euch nicht spoilern möchte, verbleibe ich mal mit der Aussage das es für mich das bestmögliche Ergebnis ist und mich beeindruckt hat.

Insgesamt ein Durchschnittsbuch mit toller Atmosphäre und sehr guter Auflösung. Wer gerne mal Berlin auf eine ganz neue, interessante Art und Weise entdecken will, dem kann ich dieses Buch empfehlen!

 Sterne


Freitag, 22. Juli 2016

[TTT] 10 Bücher einer Reihe wo du dir unsicher bist, ob du sie noch lesen/beginnen solltest



Ein wenig spät, ich weiß, aber es war mir leider nicht möglich diesen Post gestern online zu bringen, daher bekommt ihr ihn eben erst jetzt. Ich bin wie ihr seht mal wieder beim Top Ten Thursday dabei, der diesmal unter einem für mich recht schwierigen Motto steht. Ich habe die folgenden Bücher aus dem Inhalt meines SuBs und meiner Wunschliste zusammengepuzzlet, es sind alles Reihen die ich noch nicht begonnen habe und bei denen ich noch nicht weiß, ob sich das lohnt... vielleicht könnt ihr mir ja einen Tipp bei der einen oder anderen Reihe geben?


                                                  Ashton, Brodi - Ewiglich
                                               Daughtery, C.J. - Night School
                                               Garcia, Kami - Sixteen Moons
                                                  Young, Moira - Dust Lands
                                                      Terry, Teri - Gelöscht
                                            Howard, A. G. - Dark Wonderland
                                                Cole, Kresley - Poison Princess
                                               Maas, Sarah J. - Throne of Glass
                                                    Hand, Cynthia - Unearthly
                                                    Heiland, Julie - Bannwald

Donnerstag, 21. Juli 2016

Maresi - Das Lied der Insel

AutorIn: Maria Turtschaninoff
Seiten: 240
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-31699-7

Worum geht's?

In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten ...

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Wer ist die Autorin?

Schon als kleines Kind war Maria Turtschaninoff, geboren 1977, von fantastischen Geschichten fasziniert. Zu ihren Lieblingsautoren zählen unter anderen Philip Pullman, Michael Ende, J.R.R. Tolkien, Ursula K. Le Guin. Maria Turtschaninoff studierte Humanökologie, bevor sie selbst mit dem Schreiben begann. Für ihre zauberhaften Geschichten voller magischem Realismus und mythologischer und märchenhafter Elemente wurde die Autorin in ihrer Heimat Finnland bereits mehrfach ausgezeichnet.

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Wie fand ich es?

> Dieses Buch wurde mir vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. <

Es fällt mir schwer, meine Meinung zu diesem Buch zu formulieren, da es mich in vielen Punkten überzeugt, in vielen jedoch auch etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Ich bin ziemlich im Zwiespalt, hoffentlich kann ich mich trotzdem verständlich genug ausdrücken, dass ihr meine Ansicht und meine Bewertung nachvollziehen könnt. Wenn nicht, seht es mir bitte nach, ich versuche einfach mal mein Bestes.

Im Buch sind hinten kleine Karten eingefügt, die die Welt in der die Geschichte spielt wiederspiegeln sollen. Dennoch fiel es mir schwer, mir ein richtiges Bild von diesem Ort zu machen. Ich bekam kein richtiges Gefühl dafür innerhalb der Geschichte vermittelt, was vermutlich daran liegt, dass die Handlung vornehmlich auf einer einzigen Insel spielt. In manchen Fällen reicht ein einzelner Ort ja komplett aus, doch irgendwie kam mir die ganze Weltgestaltung hier etwas schlicht vor. Man hätte da definitiv noch mehr rausholen können, und wäre dies der erste Band einer Reihe, dann wäre ich mit den gegebenen Informationen völlig zufrieden und würde mich auf mehr freuen.
So verbleibt bei mir der Gedanke an ein wenig verschwendetes Potenzial. Auch der Fantasyanteil im Allgemeinen war geringer als erwartet - das jedoch empfand ich gar nicht als so negativ, da der "Glaube" der Inselbewohner eigentlich ausreichte und einen der interessanteren Aspekte der Geschichte bildete.

Die Charaktere haben mir ganz gut gefallen. Maresi macht im Laufe der Geschichte wirklich eine spürbare Entwicklung durch, und auch wenn ich nicht immer mit ihr einer Meinung war, es gefiel mir, die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben, da ich mit ihr mitfühlen und sympathisieren konnte. Auch Jai mochte ich, ihre Geschichte ist wirklich tragisch und sie hat im Laufe der Handlung wirklich bewiesen, das mehr in ihr steckt, als man auf den ersten Blick denken könnte.
Bei den anderen Charakteren verblieb, ähnlich wie bei der Weltgestaltung, das Gefühl nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Sie waren okay, aber nicht überdurchschnittlich interessant oder begeisternd.

"Maresi" ist definitiv ein Roman der ruhigeren Sorte. Er wird in einer Art Rückblick von Maresi selbst erzählt, wodurch man natürlich eine sehr subjektive und emotionale Sicht auf die Ereignisse bekommt. Einerseits war diese Erzählweise erfrischend und einmal etwas anderes als schon in unzähligen anderen Büchern beschrieben, doch andererseits kam dadurch - zumindest in meinen Augen - nicht ganz so viel Spannung im Großteil des Buchs auf, wie es vom Standpunkt eines neutralen Beobachters aus der Fall gewesen wäre. Denn auch wenn Maresi ein für ihr Alter doch recht reifes Mädchen ist, sie ist jung und in mancherlei Hinsicht unbedarft und unerfahren, was man der Geschichte auch anmerkt.

Den tatsächlichen Überfall von Jais Verfolgern der ja auch im Klappentext erwähnt wird, empfand ich hingegen als sehr eindrucksvoll beschrieben und als die Frauen der Bedrohung entgegen traten kam für mich erstmals richtig Spannung auf. Die damit verbundenen Ereignisse sind wirklich sensibel geschrieben und konnten mich berühren.

Das Ende konnte mich ebenfalls überzeugen. Man merkt wirklich das Maresi durch die Erlebnisse sehr gewachsen ist und sich zu einer reifen Person entwickelt hat, die zwar noch lange nicht am Ende ihres Wegs angekommen ist, aber die richtigen Schritte darauf zu macht.

Ein High-Fantasy-Roman der anderen Sorte. Wer nichts gegen eine eher ruhige Atmosphäre, einen eher schlichten Weltenaufbau und eher geringe Fantasyaspekte hat, aber den Fokus stattdessen lieber auf dem Aufbau einer Gemeinschaft und dem Zusammenspiel der Figuren hat, dem würde ich "Maresi" definitiv empfehlen!

 bis Sterne

Vielen Dank für dieses Rezensionsxemplar an den Heyne Verlag und das Bloggerportal von Randomhouse!